<BR />Vor allem in den Metropolen Rom und Mailand, in denen viele Menschen wegen des Streiks auf ihr Privatauto angewiesen sind, kam es zu Problemen. Bestreikt wurden die Dienste von Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen sowie von regionalen und nationalen Zügen. Allerdings starteten die Bediensteten der Nahverkehrsgesellschaften ihren Aufstand erst nach dem morgendlichen Berufsverkehr, sodass die meisten Menschen noch zur Arbeit konnten. Auch am Abend wurde gesichert, dass die Pendler wieder nach Hause kommen.<h3>Demonstrationen in mehreren Städten geplant</h3>Demonstrationen gegen die Regierung von Premierministerin Giorgia Meloni, die seit drei Jahren im Amt ist, fanden in mehreren Städten des Landes statt. Demonstranten hielten Spruchbänder mit der Aufschrift „Ich streike gegen ein ungerechtes Haushaltsgesetz“. Der Vorsitzende der Gewerkschaft CGIL, Maurizio Landini, kritisierte die Budgetpläne der Regierung für 2026 als „ungerecht“. Das Budget erhöhe die Gehälter der Beschäftigten nicht und verschärfe damit soziale Ungleichheiten.<BR /><BR />„Wir fordern zusätzliche Mittel, damit die Vertragsverhandlungen im öffentlichen Dienst ernsthaft geführt werden und keine bloße Almosenverteilung darstellen“, so der Gewerkschaftschef in Bezug auf die Verhandlungen für neue Kollektivverträge. Zudem verlangte Landini steuerliche Entlastungen für alle Arbeitnehmer, unabhängig von der Einkommenshöhe.<BR /><BR />Trotz geplanter neuer Ausgaben von 18 Milliarden Euro, die die Regierung Meloni im Rahmen des Budgets für 2026 plant, sieht CGIL zentrale Bereiche wie Gesundheitswesen, Schulen, Altenpflege, leistbares Wohnen und Nahverkehr als unzureichend berücksichtigt. Einige Maßnahmen werden von den Gewerkschaften außerdem als kleinteilig und ineffektiv kritisiert.<BR /><BR />Meloni regiert in Rom seit drei Jahren an der Spitze einer Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien. Medienberichten zufolge soll über den Haushalt kommende Woche im Senat beraten werden. Danach muss dieser von der zweiten Parlamentskammer, der Abgeordnetenkammer, verabschiedet werden. Dies muss spätestens bis Jahresende geschehen.