<div class="img-embed"><embed id="1092312_image" /></div> <BR />Thomas Letschka vom Versuchszentrum Laimburg glaubt, dass die Antwort bezüglich Gentechnik in der Landwirtschaft irgendwo in der Mitte liegt. In seinem Impulsvortrag vor wenigen Tagen bei der Veranstaltung „GENial oder fatal? – Gentechnik in der Landwirtschaft im Fokus“ erläuterte er, wie heutzutage versucht wird, mit neuer Gentechnik landwirtschaftliche Produkte wie Äpfel zu verändern.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1092315_image" /></div> <BR /> Dabei wird versucht , mit Genom-Editierung – die Methode nennt sich CRISPR/Cas oder neue Gentechnik – die DNA der Pflanze zu verändern. Ziel sei es, ihr damit eine gewisse Eigenschaft zu geben, um sie unter anderem an den Klimawandel anzupassen, z. B. Resistenzgene beim Apfel gegen Feuerbrand. Das Ganze stecke aber noch in den Kinderschuhen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1092318_image" /></div> <h3> Ungeahnte Risiken</h3>Letschka zeigte ebenfalls Nachteile der neuen Gentechnik auf, auf die die nächste Referentin genauer einging. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1092321_image" /></div> Eva Gelinsky von der Interessensgemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit ist skeptischer, inwieweit die neue Gentechnik Früchte bringen wird. <BR /><BR />Außerdem sieht sie einige Probleme, darunter die gesundheitlichen Risiken, die nicht vorhersehbar seien, und die Tatsache, dass die EU-Kommission möchte, dass die größte Kategorie (NGT1) der gentechnisch veränderten Produkte in der EU nicht als solche gekennzeichnet werden müssen. <BR /><BR />Es brauche zukünftig kein Zulassungsverfahren, Risikobewertung oder Monitoring und nur beim Saatgut werde eine Kennzeichnung nötig sein. Besonders Letzteres ist für Bio-Bauern von Nachteil, da genveränderte Pflanzen für den Bio-Anbau verboten sind.<h3> <h3> Zu wenig Daten</h3> </h3>„Wir haben zu wenig Daten, um das Risiko einschätzen zu können“, erklärte Gelinsky. Ihr zufolge brauche es eine Regulierung so lange, bis sich das ändere. „Wir sind heute noch nicht so weit“, sagte sie, denn dazu bräuchte es noch viel mehr Risikoforschung. <BR /><BR />Es sei zu bedenken, dass das Verändern des Erbgutes einer Pflanze unbeabsichtigte Effekte auslösen kann, die möglicherweise erst viel später entdeckt würden. Ein wichtiger Schritt sei, dass zumindest angegeben werden sollte, wo ein Genom verändert wurde und wie sich dies auf den Gesamtorganismus auswirken kann. <BR /><BR />Ebenfalls sei ein Entscheidungsbaum in der Regulierung von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) der EU sinnvoll, wie es die Behörde ANSES vorschlägt. Für die von vielen Anbauern gewünschte Resilienz der Pflanzen sollteeher auf Vielfalt gesetzt werden.