Bei den Vermissten handelt es sich um Mitarbeiter der Hafenbehörde im Alter von 38 und 33 Jahren. Bei dem Unglück am Dienstagabend, als ein Schiff den Tower rammte, waren sieben Menschen gestorben.Hafenarbeiter und Bedienstete der unter den TotenBei den Opfern handelt es sich mehrheitlich um Hafenarbeiter und Bedienstete der Hafenbehörde. Zu ihnen zählt der 50-jährige Telefonist Maurizio Potenza, den die Rettungsmannschaften zunächst irrtümlich als Überlebenden gemeldet hatten. Seine beiden Söhne hatten gehofft, ihren Vater im Spital lebend anzutreffen, erlebten jedoch eine bittere Enttäuschung. „Mein Vater hätte nicht im Dienst sein sollen“, berichtete ein Sohn Potenzas.Bei den Getöteten handelt es sich um Männer, die zum Zeitpunkt des Unglücks im Kontrollturm arbeiteten. Das Containerschiff „Jolly Nero“ hatte den Tower am späten Dienstagabend aus zunächst ungeklärter Ursache gerammt, als es Richtung Neapel auslaufen wollte. Der Kontrollturm neigte sich durch die Kollision um 45 Grad, Gebäudeteile brachen ab und stürzten ins Wasser.Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung eingeleitetDie Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Kapitän und drei Besatzungsmitglieder. Die Blackbox der „Jolly Nero“ wird nun überprüft. Vermutet wird, dass zwei Motoren ausgefallen waren. „Das Schiff ist außer Kontrolle geraten. Wir haben versucht, es aufzuhalten, doch wir sind gegen den Kontrollturm geprallt und es war das Ende. Ich fühle mich aber nicht schuldig. Ich möchte wissen, was passiert ist und wie sich diese Katastrophe ereignen konnte“, sagte Antonio Anfossi, der mit dem Kapitän das Schiff manövrierte, in einem Interview mit der Tageszeitung von Genua „Secolo XIX“ am Donnerstag.Heute TrauertagIn Genua wurde am heutigen Donnerstag ein Trauertag ausgerufen. Die Glocken läuteten in Andenken an die sieben Opfer. Ministerpräsident Enrico Letta hatte am Mittwochabend den Ort des Unglücks besucht. Infrastrukturminister Maurizio Lupi berichtet dem Parlament am Mittwochnachmittag über das Unglück. Die Gewerkschaften forderten umfassende Ermittlungen zur Klärung der Unfallsursache.mit/km/at