Die Meldestelle mit Sitz in London begründete den Rückgang mit verstärkten Kontrollen und Ermittlungserfolgen von Behörden. So sei es indonesischen Behörden schon vergangenes Jahr gelungen, zwei Gruppen festzunehmen, die für Überfälle in der Straße von Singapur verantwortlich gewesen seien. In der Folge seien die Vorfälle in der recht gefährlichen Seestraße zurückgegangen.<BR /><BR />Der Generalsekretär von ICC Deutschland, Oliver Wieck, nannte die Abnahme der Angriffe ein „positives Signal“. Der Rückgang dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Seeleute und Schiffe weiter gefährdet seien.<BR /><BR />Piratenangriffe nehmen zwar laut der ICC-Statistik ab. Militärische Angriffe auf Handelsschiffe häufen sich dagegen, wie zunehmende Berichte suggerieren. Der Iran greift seit Beginn des Iran-Kriegs immer wieder zivile Schiffe in der Straße von Hormuz an, auch das US-Militär attackiert zivile iranische Schiffe. Im Roten Meer bedrohen die mit dem Iran verbündeten Houthi die Schifffahrt.<BR /><BR />Zuletzt häuften sich auch im Schwarzen Meer Angriffe auf Handelsschiffe. In mehreren Fällen wurden Drohnen eingesetzt. Deutschlands Außenminister Johann Wadephul warnte, das Schwarze Meer werde mehr und mehr zum Kriegsschauplatz. Er sprach von einer Aggression Russlands.