Mittwoch, 06. Mai 2015

Germanwings-Pilot probte den Absturz auf dem Hinflug

Bei den Ermittlungen zur Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen verdichten sich einem Medienbericht zufolge die Hinweise auf eine Absturzabsicht des Co-Piloten immer mehr.

Foto: © APA/EPA

Demnach habe der Co-Pilot den Sinkflug bereits auf dem Hinflug von Düsseldorf nach Barcelona am selben Tag geprobt, berichtet die deutsche „Bild“-Zeitung in ihrer Mittwochausgabe.

Das Blatt beruft sich auf Informationen aus dem Umfeld der französischen Flugsicherheitsbehörde. Die Absturzabsicht des Co-Piloten gehe aus den Untersuchungen der Datenschreiber hervor, hieß es.

In einem Zwischenbericht, den die Behörde noch im Tagesverlauf vorlegen wolle, sei von einem „minutenlangen kontrollierten flugtechnisch unbegründeten Sinkflug“ die Rede.

Es sei nicht auszuschließen, dass der Co-Pilot den Absturz auf dem Hinflug nicht nur proben, sondern sogar verwirklichen wollte.

Hinweise auf Selbstmordpläne

Bisher haben die Ermittler eine Affekt-Tat aufgrund einer psychologischen Ausnahmesituation auf dem Rückflug nicht ausgeschlossen. Nach bisherigen Erkenntnissen hat der Co-Pilot den Airbus A320 der Lufthansa -Tochter Germanwings am 24. März absichtlich gegen den Berg geflogen.

Alle 150 Insassen der Maschine wurden dabei getötet. Der Co-Pilot litt in den vergangenen Jahren an Depressionen. Die deutschen Ermittler fanden Hinweise auf Selbstmordpläne.

apa/reuters

stol