Am Sonntag haben sich Chronisten aus allen Landesteilen im Rahmen des Gesamttiroler Chronistentreffens in Wattens ausgetauscht und gemeinsame Projekte besprochen.Einmal jährlich treffen sich 30 gewählte Vertretende der rund 700 aktiven Chronisten aus Nord-, Ost- und Südtirol zum Gesamttiroler Bezirkschronistentreffen. Das diesjährige Treffen ging in Wattens über die Bühne. Mit dabei waren auch Südtirols Landesarchivarin Christine Roilo und die für das Chronistenwesen am Landesarchiv zuständige Sachbearbeiterin Margit Pizzini. Das Südtiroler Landesarchiv betreut und koordiniert seit 1994 die Tätigkeit der Chronistinnen und Chronisten in Südtirol."Bewohner des Landes Tirol und Südtirols haben dieselben geschichtlichen Wurzeln, daher dürfen wir uns über nationale Grenzen hinweg als Gesamttiroler bezeichnen", sagte am Sonntag einleitend der Nordtiroler Landeschronist Helmut Hörmann. Seit 40 Jahren sind Chronisten nördlich und südlich des Brenners damit befasst, das Zeitgeschehen zu dokumentieren. Landeschronist Robert Kaserer Robert Kaserer verwies in seiner Stellungnahme auf ein Kooperationsprojekt: "Pustertaler Chronisten in Ost- und Südtirol befassen sich seit Jahren mit den charakteristischen Harpfen, einem Trockengestell für Getreidegarben." Einige der mehr als 300 Harpfen Osttirols sind 100 Jahre alt. "Chronisten dokumentieren Bauweise, Funktion und Standort der Harpfen und legen so die Grundlage dafür, dass sie saniert und weiter von den Bauern genutzt werden", erklärte Kaserer.