Sonntag, 21. Februar 2016

Geschafft! Die Bombe ist entschärft

Rund um die Gemeinde Freienfeld herrschte am Sonntagvormittag der Ausnahmezustand. Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde entschärft. Erfolgreich!

Foto: mpi
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Foto: mpi

Ein Großeinsatz war am Sonntagvormittag in der Gemeinde Freienfeld angesagt: Gesperrte Autobahn, gesperrte Staatsstraße und eine weiträumig geräumtes Gebiet. (STOL hat berichtet)

Die Entschärfung der Bombe verlief planmäßig. Alles blieb ruhig. 

Seit 10 Uhr sind die Straßen und die Zugstrecke wieder für den Verkehr geöffnet. Die Einwohner im Umkreis können wieder in ihre Häuser zurückkehren. 

Erwartungsgemäß bildeten sich längere Staus. 

Eine Chronik des Ausnahme-Sonntages 

8.55 Uhr: In der Feuerwehrhalle in Sterzing herrscht angespannte Stille. Autobahn und Staatsstraße, Eisenbahn und alle übrigen Straßen sind gesperrt, die Hubschrauber der Carabinieri und der Finanzwache sind gelandet. Die Operation "Torrens" geht in die aktive Phase. Seit Wochen wurde sie vorbereitet.

Seit Samstag sind 25 Sturmpioniere des zweiten Regiments der Alpini aus Trient vor Ort. Seit 7 Uhr ist die gemeinsame Leitstelle in der Feuerwehrhalle Sterzing eingerichtet. Unter dem Vorsitz der Vertretung des Regierungskommissariats tagen Vertreter der Behörden und der technischen Dienste: Carabinieri, Staats- und Straßenpolizei neben Bevölkerungsschutz und Entschärfern, Freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr, Straßendienst und Vertretern der Brennerautobahn und der Stromversorger sowie der kommissarische Verwalter der Gemeinde Freienfeld.

Sollte etwas Unvorhergesehenes passieren, sind alle Verantwortlichen vor Ort und können eine Entscheidung treffen. Im Vereinshaus von Trens steht eine Versorgungsstelle für die Evakuierten zur Verfügung, die allerdings nur von zwei Personen in Anspruch genommen wird. zum ersten Mal haben die Sturmpioniere eine Informationsstelle eingerichtet.

Zwei Sturmpioniere haben um 10.10 Uhr die beiden Zünder der 80 Zentimeter langen Bombe mit 20 Zentimetern Durchmesser entfernt; die entschärfte Bombe wird in das Pulverlager von Stilfes transportiert, wo sie zur Explosion gebracht wird. Alle Verkehrswege werden zu diesem Zeitpunkt wieder für den Verkehr freigegeben.

Entschärfungen, erklärt der Direktor des Landesamtes für Zivilschutz Günther Walcher, erfolgen prinzipiell an an einem Sonntag, weil da keine Lastkraftwagen unterwegs sind, sondern nur der Freizeitverkehr.

Außerdem können sie nicht in der Nacht vorgenommen werden, weil da der Aufwand erheblich höher wäre, da für die Evakuierten Betten zur Verfügung gestellt werden müssten und zudem der Strom abgeschaltet wird. Die Vorschriften des Militärs sehen außedem vor, dass eine Entschärfung bei Tageslicht durchgeführt wird.

stol/lpa

stol