Der heutige CDU-Europaparlamentarier Andreas Schwab aus Rottweil hat nach der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze mit Hammer und Meißel an der Mauer mitgehackt. „Ich war damals in der 11. Klasse und habe die ganze Zeit vor dem Fernseher gesessen. Das allerbeste war, dass ich mich mit der letzten offiziell geförderten Berlin-Fahrt meines Jahrgangs Ende Mai kurz vor der Einführung der D-Mark in den fünf neuen Ländern als "Mauerspecht" betätigen konnte. Ein tolles Gefühl! Mit einem Mitschüler haben wir uns Hammer und Meißel geliehen, 30 Minuten für 50 Pfennige, und sind dann auf die dort stehende Leiter gestiegen. Viel ist allerdings von dem Mauerstück nicht wegzubekommen gewesen.“Viele Menschen klopften wie er mit Hämmern Steinbrocken aus der Wand - einige von ihnen wollten sich eine Erinnerung sichern, anderen ging es um den Profit: Sie luden ihre Taschen voll mit Bruchstücken und verkauften sie für gutes Geld.Zwischen Unikat und FälschungNoch heute sind im Internet und sogar im Museum am „Checkpoint Charlie“ Zementbrocken zu erwerben, die von der Berliner Mauer stammen sollen. Über die Echtheit der Artefakte lässt sich nicht viel mit Sicherheit sagen. Wären sie alle echt, müsste die Grenze zwischen West- und Ostberlin theoretisch die Länge der Chinesischen Mauer gehabt haben.Teile der Mauer sind als mahnendes Zeichen in vielen Städten der Welt aufgestellt worden: in Rom, London, New York, Montreal, Los Angeles, Yokohama und sogar Seoul. East Side GalleryTeile der Grenzanlage sind bis heute erhalten geblieben. Die so genannte „East Side Gallery“ ist der längste davon. Sie ist ein 1,3 Kilometer langes Mauerstück, Künstler aus 21 Ländern haben sich darauf verewigt. Berlin – Symbol für die Vereinigung EuropasBundeskanzlerin Angela Merkel hat zum 25. Jahrestag des Mauerfalls die Bedeutung Berlins gewürdigt. Die Stadt habe nicht nur das Bild Deutschlands geprägt, sondern sei auch „fast ein Symbol für die Vereinigung Europas nach dem Kalten Krieg“, sagte Merkel am.stol/dpa