Die beiden Jugendlichen verbrachten gemeinsam mit ihren Familien den Urlaub in Toblach. Am Samstag starteten die zwei Minderjährigen zu einer Bergtour mit über 1000 Höhenmetern Aufstieg. Ihr Ziel war die Bonner Hütte auf 2.340 Metern Meereshöhe, wo sie die Nacht verbringen wollten. Allerdings war ihre Kleidung nicht an die herbstlichen alpinen Bedingungen angepasst.<BR /><BR />Die Eltern hatten den Ausflug zwar genehmigt, da sie ihre Kinder für erfahren genug hielten, hatten vorab jedoch nicht überprüft, ob die Schutzhütte überhaupt noch geöffnet war. Die Bonner Hütte hatte die Sommersaison allerdings schon vor über einer Woche beendet und war verriegelt.<h3> Übelkeit und Unterkühlung bei Minusgraden</h3>Die beiden Jugendlichen beschlossen daher die Nacht im Freien zu verbringen. Ohne die Möglichkeit, bei rasch sinkenden Temperaturen Schutz zu suchen spitze sich die Lage spitzte dramatisch zu, als einer der beiden Jugendlichen unter starkem Unwohlsein und Erbrechen litt.<BR /><BR />Gegen 1.00 Uhr nachts alarmierten die Teenager schließlich ihre Eltern, welche umgehend den Notruf wählten. Die Bergrettung Hochpustertal rückte sofort aus.<BR /><BR />Den Bergrettern gelang es, mit ihren Einsatzfahrzeugen bis zur Hütte vorzudringen. Sie fanden die beiden Jugendlichen in schwer unterkühltem Zustand vor und brachten sie ins Tal. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurden beide ins Krankenhaus von Innichen eingewiesen.