Außerdem muss sie klären, wie die Verantwortungen derart geregelt werden können, dass sie klar zwischen Grundbesitzer und Schadensverursacher fair und gerecht aufgeteilt werden, unabhängig davon, ob es sich dabei um private oder öffentliche Verursacher handelt. "Es ist längst nicht so, dass Grundbesitzer die alleinigen Nutzer von ihrem Eigentum sind", erklärte Maria Hochgruber Kuenzer (SVP). "Überall gibt es mit Grund und Boden Berührungspunkte mit der Allgemeinheit. Und Begehrlichkeiten. Entlang von Straßen und Wegen finden sich achtlos weggeworfene Abfälle und Unrat genauso wie Rollsplitt, der im Winter zur Fahrsicherheit gestreut wird. Haustiere suchen den Auslauf, das Hunde- und Katzenklo ersparen sich die Halter, aber der Hunde- und Katzenkot liegt im Freien herum.Jeder hinterlässt SpurenÜberhaupt werden Küchen und Garten-Abfälle bis hin zu Asche von Bürger gern auf den Feldern ausgetragen, weil vermeintlich "der Boden das da eh verarbeitet". Mittendrin tummeln sich Freizeitsuchende. Wer auf und zwischen den Wiesen, Wäldern und Feldern geht, fährt, reitet, Feuer entzündet, Haustieren freien Lauf lässt, hinterlässt unwillkürlich Spuren. Landschaftspflege bedeutet, diese Spuren zu beseitigen. Welcher Konsument möchte Nahrungsmittel aus verschmutzten Böden?"Im Gesetz des Bundeslands Tirol werde solch ein Schadensfall Feldfrevel genannt. Hochgruber Kuenzer plädierte dafür, sich an diesem Gesetz zu orientieren, damit den Grundeigentümern und den Erholungssuchenden eine saubere Landschaft erhalten bleibe. ansa/stol