Gries ist das größte Bozner Stadtviertel. Es hat zwar einen Treffpunkt für Kleinkinder und ein Jugendzentrum in der Münzbank, aber keinen offenen Jugendtreff. Ob ein solcher entstehen kann, hängt vor allem davon ab, ob es einen geeigneten Raum für die Grieser Jugend gibt. <BR /><BR /><BR /><BR />Gries hat zwar ein Elki für die jüngsten Bürger des Viertels, es hat auch einen Treffpunkt in der Münzbank, allerdings ist dieser nicht für alle Jugendlichen offen, sondern lediglich für bestimmte Kategorien (Ministranten, Jungscharmitglieder usw.). <BR /><BR />„In Bozen gibt es ungefähr 20 offene Jugendtreffs, aber keinen einzigen im größten Stadtviertel, nämlich Gries“, sagt Michael Hofer der Geschäftsführer des Jugenddienstes Bozen. Das Jugendzentrum „pippo“ auf den Talferwiesen liege nicht zentral genug und sei mittlerweile auch eher ein Veranstaltungsort geworden. <BR /><BR />Somit hat sich eine Gruppe von Müttern rund um Mara Fink, Verena Thaler und Helga Tschörner zusammengetan und ist mit dem Jugenddienst in Verbindung getreten. Die Mütter wünschen sich einen Ort, an dem sich alle interessierten Jugendlichen treffen können. <BR /><BR /><b>Konzept steht bereits</b><BR /><BR />„Wir haben diese Initiative gerne aufgegriffen und mit Eltern und Jugendlichen ein Konzept ausgearbeitet“, berichtet Hofer. Dieses stehe und falle nun aber mit geeigneten Räumen für den Treff, die noch gefunden werden müssen. <BR /><BR />Vor kurzem haben sich die Eltern und die Vertreter des Jugenddienstes mit den politischen Vertretern getroffen. Vizebürgermeister Luis Walcher, Stadtrat Angelo Gennaccaro und Stefano Santoro vom Amt für Familie, Frauen und Jugend, zeigten sich von der Initiative angetan. <BR /><BR />Der Vorschlag, den Jugendtreff im Saal A des Altmann-Hauses unterzubringen, sei jedoch zu prüfen. Denn eigentlich wird dieser Saal von den örtlichen Vereinen genutzt. „Es wäre zu prüfen, wie oft der Saal tatsächlich benötigt wird, denn wenn wir ihn mit dem ebenfalls dort befindlichen Magazin verbinden könnten, wäre es ein idealer Standort“, sagt Hofer. <BR /><BR /><b>Auch Miete möglich</b><BR /><BR />Andernfalls sind die Grieser Jugendlichen auf Private angewiesen, die Räume rund um den Grieser Platz vermieten möchten. Der ehemalige Elki-Standort direkt am Platz wurde bereits einem anderen Interessenten zugeschlagen, ein leer stehendes Café am Platz hat sich als nicht optimal geeignet herausgestellt. <BR /><BR />„Das Projekt hängt jetzt wirklich an der Verfügbarkeit eines Raums“, wünscht sich Hofer, dass sich noch die eine oder andere Möglichkeit auftut. Der Jugenddienst sei jedenfalls bereit, das Projekt zu begleiten, bis sich ein eigener Verein bildet, der den Jugendtreff führen kann. Auch die Gemeinde habe zugesagt, dem Träger finanziell unter die Arme zu greifen, sollte sich ein geeignetes Mietobjekt finden.