Mit einem Rundschreiben wurden die Krankenhausärzte dieser Tage aufgefordert, bei Interesse an freiberuflicher Tätigkeit im Krankenhaus (sogenannte „intramoenia“-Tätigkeit) den entsprechenden Antrag zu stellen. Auch diejenigen, die bereits Privatvisiten anbieten. Doch das Rundschreiben hat es in sich, denn es regelt auch die Tarife, die künftig für innerbetriebliche freiberufliche Tätigkeit zu gelten haben – mit einem Mindesthonorar für Erst- und Folgeuntersuchungen in Höhe von 120 Euro. Damit liegt man teils über den Tarifen, die frei niedergelassene Fachärzte bzw. private medizinische Strukturen derzeit (noch) verlangen.<BR /><BR />Zwar ist der Arzt nicht verpflichtet, dieses Honorar zu verlangen. Er kann, „wenn er es für angemessen hält, einen geringeren Betrag zu verlangen“, dies frei entscheiden. „In diesem Fall wird jedoch der Anteil, der dem sanitären Leiter [Arzt, Anm. d. Red.] zusteht, gekürzt, um die Betriebskosten zu decken“, heißt es in dem Rundschreiben (im Intranet des Betriebes gibt es dazu eine Tabelle mit den Beiträgen bei Honorarunterschreitung). Das Maximalhonorar wurde auf 300 Euro angehoben.<BR /><BR />Hintergrund ist die generelle Anpassung der Tarife für die sogenannten essenziellen Grundleistungen (LEA), in diesem Fall der ambulanten Leistungen.<BR /><BR /><h3> Weitere Neuerung</h3>Und noch eine kleine Bombe versteckt sich im Rundschreiben: Der Sanitätsbetrieb weist darauf hin, dass mit 2025 auch ambulante chirurgische Leistungen im Rahmen des Intramoenia-Regimes zugelassen werden. Die Betriebsrichtlinien sind noch in Ausarbeitung und müssen noch mit dem Gesundheitsassessorat abgesprochen werden. Interessierte Ärzte werden aber bereits gebeten, die entsprechenden Anträge für diese innerbetriebliche freiberufliche Tätigkeit auszufüllen und einzureichen.<BR /><BR />Diese ambulanten chirurgischen Eingriffe (in den Bereichen Augenheilkunde, Orthopädie und Gefäßchirurgie) außerhalb der Arbeitszeit schwirren schon seit geraumer Zeit als Idee durch den Betrieb, zuletzt war ihre Zulassung für Ende des vergangenen Jahres angekündigt, aber immer wieder verschoben worden. Nun scheint man Nägel mit Köpfen zu machen.