Donnerstag, 08. März 2018

Gesundheitsberufe: Umgang mit Emotionen

Wer einen Gesundheitsberuf innehat ist mit den Emotionen des Patienten konfrontiert und mit seinen eigenen. Nicht selten enden diese beruflichen Laufbahnen in emotionaler Erschöpfung. Deshalb ist es auch wichtiges Thema in der Ausbildung.

Die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana hat kürzlich einen „Emotion day“ abgehalten. - Foto: facebook/comedicus
Badge Local
Die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana hat kürzlich einen „Emotion day“ abgehalten. - Foto: facebook/comedicus

Die Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana hat kürzlich einen „Emotion day“ abgehalten. Es war ein wirklich emotionaler Tag in vielerlei Hinsicht für die 400 Studenten. Einmal im Jahr kommen hier die verschiedenen Berufsbilder zusammen und können sich austauschen. Das Thema der Ausgabe des Jahres 2018 war, wie man Gefühle im beruflichen Leben handhabt. Im Zuge der Tagung wird bei den Studenten ein „Empathietest“ durchgeführt. Dabei geht es darum, zu überprüfen, inwiefern eine solche Veranstaltung nachhaltig Einfluss auf die Teilnehmer hat.

Referenten aus dem In- und Ausland 

Zu Gast waren 11 renommiert Referenten zum Thema Emotionen aus dem In- und Ausland. Einen Workshop über „Macht und Ohnmacht: Aggressionen im klinischen Alltag“ gab es mit dem Psychiater und Psychotherapeut Univ. Prof. Dr. Andreas Conca, Direktor des Psychiatrischen Dienstes und Koordinator der Kinder- und Jugendpsychiatrie im KH Bozen. Anhand konkreter Beispiele aus der eigenen klinischen Erfahrung hat Conca deutlich gemacht, welche Arten von Aggressionen auftreten und wie es zu Aggressionen zwischen Patienten und Behandlungsteam, aber auch innerhalb des Betreuungsteams selbst, kommen kann. Dabei wurde klar, wie wichtig es ist, die Entstehungsmechanismen der Aggression zu kennen, und dementsprechend besonnen und professionell zu reagieren.

Auch zugegen war Buchautor und Prof. em. Pio Enrico Ricci Bitti, der an der Fakultät Psychologie an der Universität von Bologna lehrte. Er betonte in seiner Rede die Wichtigkeit des guten Zuhörens und der Kommunikation, welche auch und besonders den Gesprächspartner und seine Reaktionen betrachtet und indem man auch sich selbst und den Umgang mit Emotionen reflektiert.

Scheckübergabe zu 825 Euro 

Im Rahmen der Veranstaltung gab es auch eine Scheckübergabe an die Vizepräsidentin der Mukoviszidose-Hilfe Südtirol Irene Anesi. Bei einem Flohmarkt an der Claudiana kamen 825 Euro zusammen.

stol

stol