Und zwar von 38 auf 36 Stunden. Wer will, arbeitet mehr und verdient deutlich mehr. Pflege- und Patientenzulagen steigen rückwirkend ab Jänner 2024. Feiertags- Nacht- und Bereitschaftszulagen ab Jänner 2025. Der Vertrag fürs nicht-ärztliche Personal wurde gestern vorunterzeichnet. Dasselbe gilt für den Teilvertrag, mit dem das Land 171 Mio. Euro Inflationsausgleich an die öffentlichen Mitarbeiter ausschüttet.<BR /><BR />4 Verträge wurden gestern im letzten Abdruck unterzeichnet, damit das Geld nicht in Erhausung geht. 3 betreffen den Inflationsausgleich. Insgesamt fließen laut Landeshauptmann Arno Kompatscher 170,9 Mio. Euro in Zahlungen zwischen 2163 Euro (1. Funktionsebene) und 5470 Euro (Sanitäre Leiter) an 40.000 Mitarbeiter im BÜKV, in den Seniorenheimen sowie an Lehrer. Für Landesangestellte kommen 20 Mio. Euro Produktionsprämie dazu. 48 der 171 Mio. Euro sind für Lehrkräfte. <BR /><BR />Für ein und dieselbe Sache waren 3 Verträge (Mitarbeiter im BÜKV, Lehrkräfte und Führungskräfte an Schulen) zu unterzeichnen. „Wir tun es aus Verantwortung, damit das Geld nicht verloren ist. Das reicht aber nicht“, so die Gewerkschaften. 2025 brauche es mehr Geld und Lohnerhöhungen.<BR /><BR />Um 17 Uhr wurde der 4. Vertrag vorunterzeichnet. Er betrifft das nicht-ärztliche Personal: „Wir wollen das starker Belastung ausgesetzte Personal im Gesundheitswesen entlasten“, sagt der Chef der Verhandlungsagentur Hermann Troger.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1098717_image" /></div> <BR /><BR />Demnach sinkt die Arbeitszeit für alle Gesundheitsberufe (von den Pflegekräften bis zum Labor- und Röntgentechniker aber Verwaltungspersonal, Ärzte, Führungskräfte ausgenommen) ab 1. Juli 2025 von 38 auf 36 Stunden. Das zweite Ziel sei eine Flexibilisierung, weshalb freiwillig mehr Stunden gearbeitet werden kann. Diese Mehrstunden werden deutlich besser bezahlt. Ein Mitarbeiter in der 7. Ebene erhält für jede Stunde mehr 40 Euro brutto. Bei 2 Stunden mehr pro Woche – und damit der alten Arbeitszeit von 38 Stunden – sind das 320 Euro im Monat. Mehrarbeit wird dringend gebraucht, um die nötigen Stunden jener Mitarbeiter, die künftig nur mehr 36 Stunden leisten, abzufangen.<BR /><BR />Die Umstellung auf die neue Arbeitszeit braucht Vorlaufzeit, weshalb sie Mitte nächsten Jahres greift. Es gibt im Vertrag aber Punkte, die unmittelbar zu einer finanziellen Besserstellung führen. Rückwirkend ab 1. Jänner 2024 wird die Pflegezulage von 90 auf 250 Euro angehoben. Die Patientenzulage steigt von 62 auf 200 Euro. Es sind also Nachzahlungen zu erwarten.<BR /><BR />Ab 1. Jänner 2025 steigen die Bereitschaftszulage und die Nacht-Zulage auf 7 Euro; jene für Feiertagsdienst auf 5 Euro. Zudem wird für Teilzeitkräfte im Turnusdienst mit eine Springerzulage eingeführt. Unterm Strich kostet der neue Vertrag dem Land 35 Mio. Euro.<BR /><BR />„Mit dem Vertrag bekommen die Mitarbeiter endlich Geld zu sehen“, sagt Stefan Erschbamer. Manches hätte man unkomplizierter regeln können.