Montag, 02. März 2015

Gesundheitsreform: Schüler fragen, Stocker antwortet

Die Gesundheitsreform und die Zukunft des Krankenhauses von Schlanders standen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion mit Landesrätin Martha Stocker im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders. Dabei stellte sich die Landesrätin am Montagnachmittag den Fragen der Schüler.

Landesrätin Martha Stocker stellte sich in Schlanders Fragen der Schüler.
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Landesrätin Martha Stocker stellte sich in Schlanders Fragen der Schüler.

„Wir müssen garantieren, dass die wesentlichen Grundleistungen auch in Zukunft steuerfinanziert werden können", so Stocker zur geplanten Reform des Gesundheitssystems.

„Die Reform ist ein Prozess", ging Stocker auf die Fragen der rund 250 Schüler ein. „Es versteht sich von selber, dass man über das vorgestellte Konzept diskutieren und Verbesserungsvorschläge einbringen kann."

Ziel sei es, ein auch in zehn Jahren noch haltbares Versorgungssystem zu entwickeln und eine in den Grundzügen steuerfinanziertes Gesundheitssystem zu garantieren, so Stocker zu den Herausforderungen.

Fokus auf Patienten

„Im Fokus unserer Bemühungen stehen die Patientinnen und Patienten", unterstrich Martha Stocker während der Diskussion, an der auch der Schlanderser Bürgermeister Dieter Pinggera und der ärztliche Leiter des Krankenhauses Anton Theiner teilnahmen.

Eine Schließung des Krankenhauses Schlanders sei nie zur Diskussion gestanden.

Die Landesrätin erläuterte die Grundsäulen der Reform und erläuterte dabei insbesondere das Konzept des Krankenhauses mit zwei Standorten, die garantierten bettenführenden Abteilungen und die Zukunft der Geburtenabteilung ein.

"Nach dem Motto ‚Kenntnisse erhöhen, Fähigkeiten vertiefen' kann ich mir eine Rotation der Mitarbeiter zwischen den Krankenhäusern vorstellen", so Stocker. So könne das Krankenhauspersonal unter Umständen auch auf eine größere Erfahrung etwa bei Geburten verweisen. Weitere Themen der Diskussion waren der Fachärztemangel, die Qualitätsstandards und die strukturelle Reform.

Wunsch nach Spielräumen

Bürgermeister Dieter Pinggera und der ärztliche Leiter des Krankenhauses Schlanders Anton Theiner zeigten sich von der Notwendigkeit der Reform überzeugt, brachten ihren Wunsch nach Spielräumen in der Umsetzung ein und unterstrichen die Bedeutung des Krankenhauses für den Vinschgau.

stol

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