Donnerstag, 09. März 2017

Geteiltes Südtirol: Frühling im Süden, Winter im Norden

Südtirol ist ein geteiltes Land - jedenfalls vom meteorologischen Standpunkt am Donnerstag aus gesehen.

Im Süden eitel Sonnenschein, im Norden eisiger Winter: Südtirol ist zweigeteilt.
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Im Süden eitel Sonnenschein, im Norden eisiger Winter: Südtirol ist zweigeteilt. - Foto: © shutterstock

Während es am Alpenhauptkamm schneit - am Donnerstag bis zu 30 Zentimeter, bis Freitag erwartet Landesmeteorologe Dieter Peterlin bis zu einem halben Meter Neuschnee -, herrscht im Süden eitel Sonnenschein.

Im Unterland wurden Höchsttemperaturen von bis zu 17 Grad Celsius gemessen. „So mild wie heuer noch nie“, weiß Peterlin.

Am morgigen Freitag soll es vom Süden her zunehmend sonnig werden, mit starkem Fön.

Vorsicht: Große Lawinengefahr am Freitag

Der Lawinenwarndienst hat am Donnerstag eine Warnung veröffentlicht: Aufgrund der Wetterbedingungen herrscht am Freitag im Norden des Landes große Lawinengefahr der Stufe 4. 

„Vor allem von den stark eingeblasenen Hängen aller Expositionen sind spontane Lawinen zu erwarten, die teils auch exponierte Infrastrukturen betreffen können“, wissen die Experten. 

In den restlichen Teilen des Landes herrscht erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3. 

„Mit dem starken Wind bilden sich überall neue, heikle Triebschneeansammlungen. Diese sind leicht auslösbar, auch Fernauslösungen sind wegen der Schwachschichten in der Tiefe der Schneedecke wahrscheinlich. Setzungsgeräusche und Risse in der Schneedecke sind als Alarmzeichen unbedingt zu beachten. In den sonnenbeschienenen Hängen nimmt die Auslösebereitschaft von Lawinen im Tagesverlauf zu. Bei Touren oder auch Abfahrten außerhalb der Pisten wird Vorsicht empfohlen“, warnt der Lawinenwarndienst.

stol