Die Anwälte der Eltern legten nun Einspruch dagegen ein. Denn viele Fragen bleiben im rätselhaften Tötungsfall noch offen. <BR /><BR />„Es gibt mehrere Ungereimtheiten in Bezug auf die Ermittlungen“, sagten Mirta und Roberto gegenüber der Tageszeitung „L'Adige“. <BR /><BR />Nach 20 Monaten sind die Ermittlungen zum Tod des 24-jährigen Jägers und ehrenamtlichen Feuerwehrmannes Massimiliano Luccietti ins Leere gegangen.<h3> Bäuchlings am Boden liegend mit Schusswunde im Hinterkopf </h3>Wie berichtet, war Lucietti am 31. Oktober 2022 unweit vom Elternhaus in den Wäldern von Celledizzo bei Pejo tot aufgefunden worden. Er war an jenem Morgen auf die Jagd gegangen – sein Leichnam lag bäuchlings am Boden, mit einer Schusswunde im Hinterkopf. Entdeckt hatte ihn <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/mord-zerstoert-2-familien-und-der-taeter-laeuft-noch-frei-herum" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">ein weiterer Jäger. </a><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1039233_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Dieser war von den Ermittlern befragt worden und in der Folge vom Paraffintest – der Nitrat- und Nitritspuren nachweist, die beim Abfeuern einer Schusswaffe an den Händen eines Schützen zurückbleiben – entlastet. Ehe dies bekannt wurde, hatte der Zeuge jedoch Suizid begangen. <BR /><h3> Paraffintest nach Stunden „nicht aussagekräftig“</h3>Das ballistische Gutachten hatte überdies ergeben, dass Lucietti mit Munition vom Kaliber .270 getötet worden war. Neben obengenanntem Zeugen benützten etwa 20 weitere Jäger in der fraglichen Gegend dieselbe Munition. <BR /><BR /><BR />„Wir sind keine Forensik-Experten, aber es ist bekannt, dass ein Paraffintest, der 3 bis 4 Stunden nach dem Schuss durchgeführt wird, nicht aussagekräftig ist“, führten die Eltern Luciettis weiter aus. Besagte Tests seien aber bis zu 8 Stunden nach Luciettis Tod durchgeführt worden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1039236_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Viele Fragen seien demnach offen, auch aufgrund mehrerer Ungereimtheiten bei den Ermittlungen, gaben die beiden Trentiner zu bedenken. „Solange wir den Namen jener Person kennen, die unseren Massimiliano getötet hat, werden wir weitermachen, ohne zu zögern“, so Roberto und Mirta Lucietti. <h3> Wie es nun weitergehen könnte</h3>Die Verteidiger der beiden und von Massimilianos Bruder Mattia, Giuliano Valer und Giulio Girardi, haben nun Widerspruch gegen die Archivierung eingelegt – der zuständige Richter wird entscheiden, ob das Verfahren eingestellt, vertiefende Ermittlungen geführt werden sollen, oder aber die Staatsanwaltschaft Anklage erheben muss.