Es hätte ein Moment des Sports und Wachstums für die Jugendlichen sein sollen, doch es endete mit einer dramatischen Szene: ein Fußballspiel für zwischen 2008 und 2009 geborene Jugendliche am Sonntag in Trient. <h3> Was genau passierte</h3>Wie das Online-Nachrichtenportal „L'Adige“ berichtet, erzielte ein junger Spieler von „Union Trento“ kurz vor dem Schlusspfiff das entscheidende 4:3. <BR /><BR />Daraufhin soll der Torwart von „Solteri“ sich auf seinen Gegner gestürzt, ihn zu Boden geworfen und eine Reihe von Schlägen auf den Kopf versetzt haben. Der Angriff erfolgte so plötzlich, dass die anderen Spieler, die Trainer und sogar die Schiedsrichter wie gelähmt waren. Niemand konnte rechtzeitig eingreifen, um den Angriff zu verhindern. <BR /><BR />Nachdem die beiden jungen Männer voneinander getrennt worden waren, schritten die Carabinieri ein. Der junge Spieler von „Union Trento“ wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte verordneten ihm zwei Tage Ruhe. <h3> Was der Präsident von „Solteri“ sagt</h3>Der Präsident von „Solteri“, Livio Germano, bestätigte den Vorfall gegenüber „L'Adige“ und zeigte sich zutiefst erschüttert: „Ich war nicht dabei, aber mir wurde alles berichtet. Unser Torwart hat sich auf ihn gestürzt, ihn am Boden festgehalten und mit Schlägen eingedeckt. Ich bin immer noch sehr aufgewühlt. Ich habe die Eltern des betroffenen Jungen angerufen, um mich im Namen des Vereins zu entschuldigen. Die Verantwortung liegt bei dem Einzelnen, aber dieser Junge trug unsere Farben. Solche Vorfälle dürfen nicht vorkommen“, so Germano. <BR /><BR />Germano kündigte die Suspendierung des Torwarts bis zum Ende der Saison an: „Er ist ein ruhiger Junge, ich weiß nicht, was ihm durch den Kopf gegangen ist. Wir werden mit ihm, seiner Familie und der ganzen Mannschaft sprechen. Er muss verstehen, dass er ihm sehr wehtun oder ihn sogar töten hätte können.“ <h3> Angespanntes Klima im Jugendfußball</h3>Der Präsident beklagte auch das zunehmend angespannte Klima im Jugendfußball: „Jedes Wochenende lesen wir Berichte, auch von Eltern, die von den Tribünen aus keine sportlichen Werte vermitteln. Die Jugendlichen müssen verstehen, dass der Gegner einfach ein Gleichaltriger ist, der Fußball spielen will. Fußball kann ein Mittel sein, um sich wohlzufühlen, sich auszutoben und Respekt zu lernen.“ <BR /><BR />Mit Bitterkeit betonte Germano das Engagement des Vereins für die Förderung richtiger Werte: „Seit Jahren führen wir Bildungsprojekte und Gruppenaktivitäten durch, um den Teamgeist und den gegenseitigen Respekt zu stärken. Angesichts solcher Vorfälle frage ich mich jedoch, ob das wirklich ausreicht. Das ist eine Überlegung, die wir alle anstellen müssen.“ Der Präsident von „Union Trento“, Nicola Stanchina, wollte sich dazu nicht äußern: „Wir wollen das nicht instrumentalisieren. Es geht um Minderjährige, und das Geschehene muss mit größter Sorgfalt behandelt werden.“