Mit den dubiosen Nachrichten soll wohl gezielt Angst und Panik geschürt werden. Wer die Urheber der Falschmeldungen sind, ist bislang unklar. „Die zuständigen Sicherheitsbehörden wurden bereits über die Vorfälle informiert“, wie das Forum Prävention in einer Mitteilung betont.<BR /><BR />Da die Kettenbriefe und Videos bei zahlreichen Familien, Jugendlichen sowie an den Schulen für große Unruhe sorgen, hat das Forum Prävention konkrete Verhaltenstipps für Eltern und Pädagogen zusammengestellt:<BR /><BR /><b>Nicht weiterleiten – auch nicht zum Warnen</b><BR />Auch wenn die Absicht gut ist und man Freunde oder Verwandte „nur warnen“ möchte: Jedes Weiterleiten vergrößert die Reichweite der Falschmeldung und facht die Panikmache weiter an.<BR /><BR /><b>Keine Interaktion</b><BR />Beiträge nicht liken, teilen oder kommentieren. Auch negative Kommentare führen durch die Algorithmen der sozialen Netzwerke dazu, dass die Inhalte noch mehr Menschen angezeigt werden.<BR /><b><BR />Falschmeldungen direkt melden</b><BR />Treffen solche Inhalte auf Social-Media-Plattformen ein, sollten sie umgehend über die Meldefunktion der jeweiligen App als Falschinformation oder gewaltverherrlichender Inhalt gemeldet werden.<BR /><BR /><b>Auf offizielle Quellen vertrauen</b><BR />Informationen sollten stets über seriöse Medien und offizielle Stellen überprüft werden, niemals über unbereinigte Gerüchte in privaten Chatgruppen.<BR /><BR /><b>Das Gespräch mit den Mädchen suchen</b><BR />Eltern sollten das Thema aktiv ansprechen und nachfragen, was die Jugendlichen gesehen oder gehört haben. Es gilt, Ängste ernst zu nehmen, ohne sie durch eigene Aufregung zu verstärken.<BR /><b><BR />Mechanismus der Panikmache erklären</b><BR />Starke Emotionen wie Angst und Empörung sind der Motor von Fake News. Wer versteht, wie Falschmeldungen funktionieren und warum sie erstellt werden, lässt sich davon weniger leicht mitreißen.<BR /><BR /><b>Ruhe bewahren und Haltung zeigen</b><BR />Junge Menschen orientieren sich stark am Verhalten von Erwachsenen. Eine gefasste und ruhige Haltung gibt Kindern und Jugendlichen das nötige Gefühl von Sicherheit.<BR /><BR /><b>Konkrete Verhaltensregeln besprechen</b><BR />Anstatt in Panik zu verfallen, sollten Familien pragmatisch besprechen, wie man sich im Notfall verhält und an wen sich Jugendliche wenden können.<BR /><BR /><b>Professionelle Hilfe bei Belastung nutzen</b><BR />Hat ein Kind verstörende Videos gesehen oder leidet unter starker Verunsicherung, sollten Scheuklappen abgelegt und professionelle Beratungsstellen hinzugezogen werden (etwa über die Plattform <a href="https://www.dubistnichtallein.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">dubistnichtallein.it</a>).