„Femizide sind nur die extremste Form der Gewalt, die zu viele Frauen täglich erleiden. Neben der Gesetzgebung braucht es ein starkes kulturelles Engagement, um die patriarchale und frauenfeindliche Kultur, die noch immer die Gesellschaft durchdringt, zu beseitigen“, schreibt Unterberger in einer Aussendung. <h3> Italien: Nur 58 Prozent der Frauen haben ein eigenes Bankkonto</h3>„Eine Kultur, die wir in Hassreden in den sozialen Medien, in der medialen Darstellung von Frauen, aber auch in einer Sprache finden, die für Spitzenpositionen nur die männliche Form kennt“, so Unterberger weiter.<BR /><BR />Man fände sie in den Ungleichgewichten in der Arbeitswelt, im fehlenden Zugang zu Führungsrollen in Politik und Wirtschaft, in der mangelnden Aufteilung von Betreuungs- und Familienaufgaben, „sowie in der Tatsache, dass nur 58 Prozent der italienischen Frauen ein Bankkonto auf ihren eigenen Namen haben“.<BR /><BR />Die Gesetze zur Vorbeugung und Bestrafung von Gewalt seien wichtig, aber sie allein reichten nicht aus.<BR /><BR />„Wir müssen Hass und Frauenfeindlichkeit bekämpfen und uns für eine echte Gleichstellung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt, in der Gesellschaft und beim Zugang zu Führungspositionen einsetzen. <BR />Nur so wird es möglich sein, der gesellschaftlichen Geißel der Gewalt gegen Frauen, beizukommen.“