Zwei Menschen kamen auf der dicht besiedelten Hauptinsel Java ums Leben. Vier Flughäfen mussten am Freitag geschlossen werden. „Die Flughäfen sind in vulkanische Asche getaucht. Es ist zu gefährlich für Flugzeuge“, sagte Bambang Ervan vom Verkehrsministerium.Der gefährliche Vulkan Kelud in Ostjava brodelte seit Tagen gefährlich. Die Behörden hatten höchste Alarmbereitschaft verhängt. Die Eruption in der Nacht war im 300 Kilometer entfernten Yogyakarta zu hören, wie Anwohner sagten. Der Vulkan schleuderte Gas, Asche und Geröll tausende Meter in die Luft. Die Häuser der Opfer stürzten durch niedergehende Geröllbrocken ein, wie Lokalzeitungen berichteten. „Es gibt immer noch Eruptionen am Kelud, aber sie sind kleiner“, sagte Sutopo Nugroho von der Behörde für Katastrophenschutz.Die Behörden räumten einen zehn Kilometer breiten Streifen rund um den Krater. Dort leben rund 200.000 Menschen. Viele flüchteten auf eigene Faust mit Lastwagen aus dem Gebiet. Die Polizei war vor Ort, um die Flüchtlingsströme im diesigen Licht zu dirigieren.Von Surabaya bis ins 300 Kilometer entfernten Yogyakarta bot sich ein apokalyptisches Bild: Häuser, Autos, Felder und Vieh lagen unter einer dicken grauen Ascheschicht. Der Himmel war grau verhangen. Die Sicht betrug nur wenige Meter. Menschen mit Atemschutzmasken schaufelten die Asche eimerweise von Balkonen. Auf dem Flughafen von Yogyakarta standen Maschinen mit dickem Staubpelz. Auch auf der Startbahn türmte sich der Staub, die Markierungen am Boden waren nicht mehr zu erkennen.dpa