Dienstag, 22. März 2022

Gewalttäter an schwedischer Schule laut Anwalt geständig

Schweden steht nach der Bluttat an einem Gymnasium unter Schock. Ein 18-jähriger Schüler des Gymnasiums tötete am Montag zwei Lehrerinnen.

Polizeieinsatz am Ort des Geschehens. - Foto: © APA/TT NEWS AGENCY / JOHAN NILSSON

Bereits zehn Minuten nach den ersten Notrufen am Montag wurde der 18-Jährige festgenommen. Er räumt ein, die beiden Frauen getötet zu haben, wie sein Anwalt Anders Elison am Dienstagnachmittag der Nachrichtenagentur TT sagte. Bei einem Verhör hat er demnach detailliert beschrieben, was in der Schule passiert ist.

Ob und in welcher Verbindung er zu den beiden getöteten Frauen stand, blieb bis dahin ebenso unklar wie das Tatmotiv. Hundert Menschen versammelten sich vor dem Rathaus der Stadt, um eine Schweigeminute einzulegen.

„Es ist ein ungeheuer trauriger Tag. Gestern sind zwei Menschen an einer Schule hier in Malmö ermordet worden“, stellte die lokale Polizeichefin Petra Stenkula am Dienstag auf einer Pressekonferenz fest. „Eine Schule sollte ein sicherer Ort sein, sicher für Schüler und sicher für Lehrkräfte und sicher für Angestellte. Niemand sollte Angst vor Gewalt an einer Schule haben müssen.“

Trauer in Malmö. - Foto: © APA/afp / JOHAN NILSSON



Die Tat wurde am späten Nachmittag verübt. Die Polizei meldete zunächst eine mutmaßlich schwere Straftat, mit der man es an dem Gymnasium im Zentrum der drittgrößten Stadt Schwedens zu tun habe. Um 17.12 Uhr gingen die ersten Notrufe ein, um 17.22 Uhr wurde der Täter festgenommen, wie Stenkula sagte. Beamte hätten den Verdächtigen und zwei verletzte Personen im dritten Stockwerk des Schulgebäudes angetroffen. Die Polizei geht davon aus, dass der Täter alleine handelte.

Die beiden Verletzten - offenbar die beiden Frauen - kamen per Rettungswagen ins Krankenhaus. Am späten Abend folgte dann das traurige Polizei-Update: Die beiden seien an den Folgen der ihnen zugefügten Gewalt gestorben. Sie waren jeweils zwischen 50 und 60 Jahre alt. Beide waren Mitarbeiterinnen und Lehrerinnen an der Schule, wie die Ausbildungsdirektorin der Stadt Malmö, Anneli Schwartz, am Dienstag an Stenkulas Seite sagte.

apa

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