Wie berichtet, terrorisiert eine gewalttätige Jugendbande seit einiger Zeit Menschen, die abends im Meraner Stadtzentrum unterwegs sind. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/aggressive-jugendbande-in-meran-sie-terrorisieren-menschen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Wir haben berichtet)</a><BR /><BR />„Wir haben am vergangenen Donnerstag in einer zehnstündigen Marathonsitzung ein Dekret, das seit zwei Monaten provisorisch in Kraft ist, im Senat bestätigt, das eine Reihe von zusätzlichen Handhaben vorsieht“, unterstreicht Julia Unterberger.<BR /><BR />Demnach kann der Quästor Minderjährige zwischen 14 und 18 Jahren, die straffällig geworden sind, mit deren Eltern vorladen und die Jugendlichen verwarnen. „Und wenn jemand nach einer Verwarnung nochmals straffällig wird, dann zahlen die Eltern eine Geldstrafe. Das aus dem einfachen Grund, dass die Eltern in die Pflicht genommen werden sollen, ihre Kinder mehr im Blick zu haben“, sagt SVP-Senatorin Unterberger. <BR /><BR />Und es gäbe laut der Senatorin noch ein strafrechtliches Werkzeug, das zeitnah angewandt werden könnte. „Der Quästor könnte im Zusammenspiel mit dem Jugendgericht einen sogenannten ,Daspo urbano‘ verhängen – ein Verbot, sich an bestimmten Stellen der Stadt aufzuhalten“, so Unterberger.<BR /><BR />All dies seien präventive Maßnahmen bis es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. „Die Ordnungskräfte haben eine Handhabe, aber sie müssen sie auch anwenden. Denn wie kann es sein, dass diese Jugendbande einen Mann blutig schlägt, einige Mitglieder der Bande identifiziert werden und tags darauf erneut Jugendliche verprügeln. Alles, was recht ist. Wenn die Ordnungskräfte wissen, wer die Täter sind, dann müssen sie sie mit den Eltern herholen und verwarnen und in einem zweiten Schritt die Eltern zu einer Geldstrafe heranziehen. Es kann nicht sein, dass eine Bande Halbwüchsiger die Leute terrorisiert“, sagt sie. <BR /><BR />Außerdem sei es wichtig dass alle Vorfälle angezeigt werden. „Wenn genug zusammenkommt, dann werden früher oder später neben erzieherischen Maßnahmen auch drastische Strafen verhängt.“