Freitag, 20. April 2018

Gewalttat gegen Mitschüler in der Laimburg

Im Heim der Fachschule für Obst-, Wein- und Gartenbau Laimburg soll es zu einem harten körperlichen Übergriff auf einen Schüler gekommen sein: Die mutmaßlichen Täter wurden daraufhin von der Schule und vom Heim vorläufig suspendiert. Die Carabinieri untersuchen den Fall, auch die Jugendstaatsanwaltschaft wurde informiert.

Ein Fachschüler der Laimburg wurde Opfer eines harten körperlichen Übergriffs.
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Ein Fachschüler der Laimburg wurde Opfer eines harten körperlichen Übergriffs. - Foto: © shutterstock

Der Übergriff soll sich vor etwa 2 Wochen zugetragen haben. Angeblich werden mindestens 2 Jugendliche verdächtigt, im Heim einen weiteren Jugendlichen misshandelt zu haben.

Paul Mair, Direktor der Fachschule und Heimleiter, bestätigt auf Anfrage, dass es „zu einem Vorfall gekommen ist“. „Wir haben daraufhin Schritte eingeleitet und den Fall gemeldet.“ Die Ermittlungen dazu laufen. Die an dem Übergriff Beteiligten sind für eine bestimmte Zeit von der Schule und vom Heim ausgeschlossen worden. „Wir führen Gespräche mit allen Beteiligten, um die Sache zu klären“, sagt Mair. Der Direktor kann sich eine Mediation vorstellen.

Nun wird auch geprüft, unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen ein Wiedereintritt in die Schule möglich ist; eine gute Begleitung wird auf jeden Fall notwendig sein.

„Wir haben einen genauen Plan gemacht, wie wir die Beteiligten und die Schüler in der Klasse informieren“, sagt der Direktor. „Wir wollen wieder zu einem geregelten Schul- und Heimbetrieb zurückkommen.“ Mair versichert auch: „Eltern müssen wegen dieses Vorfalls nicht besorgt sein.“

Schul-Landesrat Philipp Achammer ist über die Sachlage informiert. „In der Fachschule wurde sofort versucht, so professionell wie möglich mit dem Thema umzugehen“, betont der Landesrat. „Schule ist immer auch ein Spiegel der Gesellschaft. Deshalb gibt es auch dort leider Gewalt in vielfachen Ausformungen – nicht nur körperliche Gewalt.“ In den Schulen werde viel getan, um vorbeugend Gewalt zu verhindern. „Schule muss sich leider mit solchen Themen konfrontieren“, sagt Achammer. „Die beste Prävention ist ein guter, inklusiver Unterricht. Schule kann aber auch nicht alles verhindern – das muss man in aller Deutlichkeit sagen“, so der Landesrat.

D/hof

Alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol