Sie schlagen vor, im neuen Landesgesetz zur Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) einen Passus zu verankern, der Wohnungsbesitzern einen Steuervorteil bietet, falls sie ihre Immobilie günstiger vermieten. Der Vorschlag der Gewerkschaftsbünde sieht vor, dass der GIS-Steuersatz in Gemeinden mit angespannter Wohnungssituation auf 0,2 Prozent herabgesetzt wird, falls ein Mietvertrag abgeschlossen oder neu ausgehandelt wird, der den Parametern der Gebietsabkommen entspricht und der von den Vereinigungen gegengezeichnet ist, die die Gebietsabkommen abschließen. In den anderen Gemeinden soll der Steuersatz herabgesetzt werden, falls der Mietzins gleich ist wie der Landesmietzins oder niedriger, so die Gewerkschaften.Diese Abänderung im Gesetzentwurf solle dazu beitragen, die hohen Mietpreise in Südtirol zu senken, und insbesondere einen Anreiz für Wohnungsbesitzer bieten, laufende Mietverträge neu zu verhandeln und den Mietpreis zu senken. "Die Fraktionssprecher haben sich bereit erklärt, diesen Vorschlag im Zuge der Behandlung des Gesetzentwurfs berücksichtigen", so die Gewerkschaften.