Donnerstag, 08. Juli 2021

Gewitter: Landeswarnzentrum ruft Aufmerksamkeitsstufe Alfa aus

Am heutigen Donnerstagnachmittag bis zum späten Abend sind starke Gewitter in Südtirol möglich und fallen zum Teil heftig aus. Die Bewertungskonferenz im Landeswarnzentrum hat nach ihrer Sitzung am heutigen Donnerstag deshalb beschlossen, die Aufmerksamkeitsstufe Alfa auszurufen.

Gewitter im Anrollen: Blick von Terlan in Richtung Westen nach Nals und Tisner Mittelgebirge am gestrigen 7. Juli.
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Gewitter im Anrollen: Blick von Terlan in Richtung Westen nach Nals und Tisner Mittelgebirge am gestrigen 7. Juli. - Foto: © LPA/Florian Mair
Die Gewitter können wie in den vergangenen Tagen von Starkregen, Hagel, Windböen und Blitzen begleitet sein, die zu Vermurungen, Baumstürzen und kleinräumigen Überflutungen führen können. STOL hatte berichtet.

Deshalb hat die Bewertungskonferenz im Landeswarnzentrum in der Agentur für Bevölkerungsschutz bei ihrer Sitzung heute Mittag beschlossen, die Aufmerksamkeitsstufe auszurufen, berichtet der Direktor des Landeswarnzentrums Willigis Gallmetzer.

Auch Florian Schmalz von „Florians Wetterseite“ schreibt: „ Mit der Kaltfront heute Abend drohen gebietsweise wieder Sturmböen. Es ist zwar nur eine Berechnung, aber ist dennoch beachtlich, dass auf den Modellkarten in den Sarntaler Alpen eine 200 (Kilometer pro Stunde) steht. Man kann davon ausgehen, dass der Computer übertreibt! Es zeigt aber, dass in den nächsten Stunden einiges möglich ist.“

Aufmerksamkeitsstufe Alfa

Die Aufmerksamkeitsstufe Alfa ist die zweite von 4 Stufen und wird dann ausgerufen, wenn ein aus Sicht des Zivilschutzes relevantes Ereignis bevorsteht, das eine eingehende Beobachtung erfordert. Alle Beteiligten werden vorgewarnt und können die notwendigen Vorkehrungen treffen. Auch die Bevölkerung wird hiermit über das bevorstehende Ereignis informiert.

Derzeit gilt bereits der Zivilschutzstatus Alfa wegen des epidemiologischen Notstandes Covid-19.

Aktuelle Informationen zum Wetter in Südtirol finden Sie auf der STOL-Wetterseite.


Das Landeswarnzentrum


Im Landeswarnzentrum fließt die Arbeit aller in Südtirol - und darüber hinaus - tätigen Einrichtungen in den Bereichen Wettervorhersage, Geologie, Hydrologie, Lawinen und Waldbrand zusammen.

Das Landeswarnzentrum ist ständig besetzt und beobachtet die Entwicklungen laufend. Dadurch wird eine zeitgerechte Vorwarnung möglich, falls sich ein zivilschutzrelevantes Ereignis ankündigt, damit sich die Einsatzkräfte entsprechend vorbereiten können und auch die Bevölkerung ihre Achtsamkeit verstärkt.

Das Landeswarnzentrum wurde 2004 eingerichtet und ist seit 2014 im Landeszivilschutzzentrum in der Bozner Drususallee angesiedelt.

lpa