Mittwoch, 30. Juni 2021

Gewitter: Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehren

Am Mittwochnachmittag zog erneut eine Gewitterfront mit Starkregen und Sturmböen über Südtirol. Zahlreiche Feuerwehren stehen im Einsatz.

Der Sommersturm, der am Mittwochnachmittag über Südtirol gefegt ist, hat auch in Marling seine Spuren hinterlassen: Unter anderem stürzte ein Baum auf einen daneben befindlichen Strommasten. Die Freiwillige Feuerwehr Marling rückte umgehend aus, um den Schaden zu begutachten und den Baum zu entfernen. - Foto: © stol
Bei den meisten bisherigen Einsätzen handelte es sich um umgestürzte Bäume oder Astteile, die aufgeräumt werden müssen. Doch auch zu einzelnen Brandherden rückten die Wehrleute aus. Oberhalb von Marling etwa fing ein Baum nach einem Blitzschlag Feuer.


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Ein weiterer Baum bereitete in Marling Probleme. Er war aufgrund des heftigen Sturms umgestürzt und auf eine Stromleitung gekracht. (Siehe Hauptvideo)

Im Video unten sehen Sie die Aufräumarbeiten der Freiwilligen Feuerwehr von Lana. Dort war auf der Meraner Straße gegenüber der Firma Steiner ein größerer Ast auf die Straße gefallen.


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Auch in der Landeshauptstadt Bozen kam es erneut auch zu mehreren Einsätzen der Feuerwehren Bozen, Gries, Haslach/Oberau und der Berufsfeuerwehr. Zwar war das Ausmaß der heutigen Gewitterfront bei weitem nicht so dramatisch wie beim Unwetter vor genau einer Woche, dennoch sorgte vor allem der Wind wiederum für einige Probleme und Schäden an Bäumen wie auch an Gebäuden.

So musste die Freiwillige Feuerwehr Bozen unter anderem im Stadtteil Bozner Boden ausrücken, um durch den Wind gelöste Gebäudeteile zu sichern. Mit mehreren Mannschaften konnten alle anstehenden Einsatzanforderungen, welche von der Einsatzzentrale der Bozner Berufsfeuerwehr verwaltet wurden, in einer knappen Stunde abgearbeitet werden.

Im Unwettereinsatz standen am Freitagnachmittag neben den bereits genannten Wehren außerdem die Freiwilligen Feuerwehren von Auer, St. Pauls, Meran, Völs, Afing, Vahrn, Neustift und Innichen.

Laut Landesmeteorologe Dieter Peterlin war der Grund für die Unwetter eine Kaltfront aus Nordwesten, die auf die noch schwül-warme Südtiroler Luft traf. Daraus ergab und ergibt sich eine recht explosive Mischung. Mit Gewittern sei deshalb verbreitet zu rechnen, die lokal auch mit Starkregen, Sturmböen und Hagel einhergehen können. Über Nacht soll sich das Wetter wieder beruhigen.

Verhalten bei Gewittern und Starkregen

Die Agentur für Bevölkerungsschutz empfiehlt: Befindet man sich bei Ausbruch eines Gewitters im Haus, sollen alle Türen, Fenster und Dachluken umgehend geschlossen werden. So dringt kein Wasser in die Wohnung und es entsteht auch kein Luftzug, der Türen oder Fenster zuknallen und damit eventuell zu Bruch gehen lassen könnte. Starkregen kann zudem tiefer gelegene Räume, also vorwiegend Keller und Garagen, überfluten, elektrische Geräte in diesen Räumen sollten deshalb ausgesteckt und durch Wasser gefährdete Gegenstände erhöht gelagert werden.

Blitze schlagen immer in die am höchsten aufragenden Objekte ein: Bei einem Aufenthalt während eines Gewitters im Freien gilt deshalb, Bäume zu meiden und sich auch von Strommasten, Antennen oder Gipfelkreuzen zu entfernen. Von Gipfeln, Hügeln oder Graten sollte man schnellstmöglich absteigen und Deckung in einer Senke suchen.

Was tun bei Starkregen im Freien?

Wird man von einem Starkregen überrascht, während man sich im Freien befindet, sollte man zuallererst Schutz vor dem Regen suchen. In der Stadt können die enormen Wassermengen oft von der Kanalisation nicht mehr geschluckt werden, was zur Überflutung von Straßen führen kann. Zudem kann die Gewalt des Wassers Kanaldeckel anheben und verschieben. Deshalb gilt in so einem Fall: Aufpassen, wohin man die Füße setzt oder das Auto lenkt.

In Notfällen soll Hilfe über die Einheitliche Notrufnummer 112 angefordert werden.

stol

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