Physiker diskutieren seit geraumer Zeit darüber, ob es Paralleluniversen geben kann. Erkenntnisse aus dem Experiment liefern nun ein Modell, mit dem möglicherweise eine 2. Realität gemessen werden kann.<BR /><BR />Wie funktioniert die Welt, in der wir leben? Diese Frage ist Gegenstand der Physik und Forscher versuchen mit immer neuen Versuchsanordnungen und Experimenten weitere Erkenntnisse darüber zu gewinnen, warum unsere Welt so ist, wie sie ist.<BR /><BR />Dass die Realität, in der wir leben, möglicherweise nur eine von vielen ist, sehen Forscher der Universität Maryland durch ein Experiment bestätigt. <BR /><BR /><b>Experiment liefert Hinweis für Multiversum-Theorie</b><BR /><BR />In dem Experiment, das neues Material für die Multiversum-Theorie liefert, haben Victor Galitski und Alireza Parhizkar Kohlenstoff-Graphen (Modifikation des Kohlenstoffs mit zweidimensionaler Struktur) untersucht und festgestellt, dass in 2 übereinanderliegenden Kohlenstoff-Graphen besondere Energieverhältnisse herrschen, die sich ständig wiederholen – so als ob es 2 eigenständige kleine Universen wären.<BR /><BR />Die Wissenschaftler gehen nun davon aus, dass es eine solche energetische Wechselwirkung nicht nur zwischen Kohlenstoff-Graphen, sondern auch zwischen anderen Strukturen im ganzen Universum gibt.<BR /><BR />Was bedeutet diese Erkenntnis für die Multiversum-Theorie? Es besteht die Möglichkeit, dass es verschiedene Realitäten gibt mit Elektroden, die flexibel zwischen den beiden hin und her springen können und eine Wechselwirkung aufeinander ausüben.<BR /><BR />Ihre Erkenntnisse veröffentlichten die beiden Physiker kürzlich in einer <a href="https://journals.aps.org/prresearch/abstract/10.1103/PhysRevResearch.4.L022027" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">neuen Studie.</a><BR /><BR />„Wir glauben, dass es sich hierbei um eine spannende und ehrgeizige Idee handelt. Dabei ist es beinahe unheimlich, wie gut sich mit unserem Modell grundlegende Strukturen des Universums, wie etwa die Inflation und die Higgs-Teilchen, erklären lassen“, so Victor Galitski in einer Pressemeldung der Universität.<BR /><BR />„Wir behaupten keinesfalls, dass wir jetzt die Lösung für alle kosmologischen Fragen der Gegenwart haben, das wäre arrogant. Wir stellen nur eine spannende neue These mit 2Realitäten auf, in denen ähnliche energetische Kräfte wirken“, so die Co-Autorin der Studie, Alireza Parhizkar.