Experten nennen den L. sceleratus – zu Deutsch Hasenkopf-Kugelfisch – den „schlimmsten fremdartigen Fisch“ im Mittelmeer. Erst vor wenigen Jahren war er aus dem Roten Meer über den Suez-Kanal ins Mediterrane geschwommen. Schnell breitete er sich im östlichen Mittelmeer aus, jetzt steige die Zahl der Exemplare auch im Westen, sagt die Meeresbiologin Maria Corsini-Foka.Vor sechs Jahren ging dort vor Katalonien der erste ins Netz, bis 2013 fünf weitere – und im vergangenen Jahr allein waren es nach Angaben der Behörden schon zehn. Aus Malta, Italien und Algerien gibt es ebenfalls Meldungen.Dennoch: Man fürchtet, dass der Fisch in der Bevölkerung nicht bekannt genug ist. Ans Mittelmeer reisen jedes Jahr unzählige Touristen. Und das Gift des Kugelfisches gehört zu den tödlichsten Nervengiften, die derzeit bekannt sind. Wer den Hasenkopf-Kugelfisch isst, vergiftet sich.Türkische, griechische und zypriotische Behörden verboten den Fang und Verkauf von Kugelfischen. Auch in Deutschland ist er illegal. In Japan dagegen werden verschiedene Kugelfischarten – meist von spezialisierten Köchen zubereitet – als Delikatesse verzehrt.Dass Urlauber allerdings etwa in Spanien beim Baden im Mittelmeer einem Kugelfisch begegnen, ist nicht zu befürchten. Die Tiere leben nach Angaben von Experten zwischen 10 und 100 Meter unter der Wasseroberfläche, zuweilen auch noch tiefer.dpa