Samstag, 12. August 2017

"Giftige Werbung": Südtirol in aller Munde

Die "Pestizidtirol"-Kampagne des selbsternannten "Umweltinstituts München" hat nicht nur in Südtirol für Aufmerksamkeit gesorgt. Auch große Medien in Deutschland wie die Süddeutsche Zeitung griffen das Thema der imageschädigenden Aktion auf. Einer der Köpfe dieses "Instituts" macht derweil Urlaub: In Südtirol. Die Mehrheit der STOL-Leser findet die Aktion "eine bodenlose Frechheit".

Auch die SZ berichtet über die giftige Werbung. - Foto: Screenshot http://www.sueddeutsche.de.
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Auch die SZ berichtet über die giftige Werbung. - Foto: Screenshot http://www.sueddeutsche.de.

Die Süddeutsche Zeitung verweist in ihrer Online-Ausgabe dabei unter anderem auf den STOL-Bericht

Karl Bär vom sogenannten "Umweltinstitut", bei dem es sich jedoch lediglich um einen privaten Verein handelt, betont in der SZ: „Wir haben provoziert, und das ist gelungen“.

Derzeit gebe es ein Plakat am Stachus. Dies sei jedoch nur der Anfang. Das selbsternannte "Umweltinstitut München" plane eine längere Kampagne. Schon jetzt findet man im Internet eine Website mit nicht unumstrittenen Inhalten. 

Karl Bär selbst macht laut SZ zur Zeit Urlaub. Wie jeden Sommer kommt er dabei zum Wandern nach Südtirol, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Dies lässt er sich trotz der von seiner "Umweltgruppe" angeprangerten "Pestizide" nicht nehmen. 

Malser Bürgermeister findet klare Worte

Wie auch die Süddeutsche Zeitung berichtet, unterstützt das selbsternannte "Umweltinstitut München" mit diesen Aktionen die "Pestizid-Rebellen von Mals". 

Eine Unterstützung, auf die der Malser Bürgermeister Ulrich Veith jedoch gerne verzichten würde. Dieser findet klare Worte gegenüber der Aktion: „Das ist der völlig falsche Weg“. Die Gemeinde Mals habe mit dieser Aktion nichts zu tun, betonte Veith im Tagblatt "Dolomiten". 

Auch einige Malser Bürger kritisieren in den sozialen Netzwerken die Vorgehensweise und die Aktionen des selbsternannten "Umweltinstituts Münchens" und einiger Einzelpersonen, die "oft gar keine Malser" seien.

Peppi Stecher, Gemeinderat von der Offenen Liste Mals, kritisiert jedoch die Gemeinde dafür, dass man sich mit den Münchner "Umweltaktivisten" eingelassen habe.  

STOL-Leser sagen: "Eine bodenlose Frecheit" 

Eine klare Meinung haben auch die STOL-Leser. Bis Samstagmittag beteiligten sich mehr als 4300 Personen an der Umfrage, was denn nun von dieser Aktion zu halten sei. 

Rund 60 Prozent sagen: "Eine bodenlose Frechheit. Diese Aktion ist für Südtirol geschäfts- und rufschädigend". 4 Prozent meinen, "lieber schlechte Presse als gar keine Presse" und 36 Prozent finden, "die Kampagne liefert eine berechtigte Kritik". 

stol/am

stol