Tomassone war erst vor wenigen Tagen erneut an die Spitze der Gemeindeverwaltung gewählt worden. Er traf kurz vor 11 Uhr auf der Quästur ein und verließ diese gegen Mittag, wie die italienische Nachrichtenagentur „Ansa“ berichtet.<BR /><BR />Der Bürgermeister ist seit Jahren eng mit Gianni Di Vita verbunden, dem Vater und Ehemann der Opfer. Überdies war Di Vita früherer Bürgermeister und langjähriges Gemeinderatsmitglied der Ortschaft im Molise.<h3> Ermittlungen seien komplex und würden ihre Zeit brauchen</h3>„Ich war bisher noch nicht angehört worden, vermutlich auch wegen der Wahlen im Dorf, und es ist normal, dass auch ich jetzt geladen wurde. Die Ermittler hören derzeit viele Personen an, um genau zu verstehen, was passiert ist, und ich vertraue ihrer Arbeit“, erklärte Tomassone beim Verlassen der Polizeidienststelle.<BR /><BR />Im Rahmen der Befragung wurde er auch zu seiner früheren politischen Tätigkeit gemeinsam mit Gianni Di Vita befragt. „Ich kann keine Details nennen, aber es wurde über alles gesprochen, das ist auch richtig so. Ich war damals Assessor, als Gianni Bürgermeister war“, so Tomassone.<h3> „Unsere Gemeinschaft wünscht sich in dieser Phase vor allem Ruhe und etwas Normalität“</h3>Die Ermittlungen seien komplex und würden Zeit brauchen, betonte der Bürgermeister weiter: „Unsere Gemeinschaft wünscht sich in dieser Phase vor allem Ruhe und etwas Normalität, während wir auf die Ergebnisse warten.“<BR /><BR />Gleichzeitig sprach er von der anhaltenden Belastung für das Umfeld der Opfer: „Wir versuchen nach vorne zu schauen und zur Normalität zurückzukehren, bleiben aber eng an der Seite der Angehörigen. Es bleibt ein großer Schmerz für die gesamte Gemeinde.“<BR /><BR />Auf die Frage nach dem Zustand von Gianni Di Vita antwortete Tomassone schließlich: „Er ist sehr niedergeschlagen, auch wegen des enormen medialen Drucks, unter dem er steht.“