Die zu Bündeln zusammengefassten dünnen Fasern haben Datenübertragungsraten von zehn Mbit/s bis zu mehreren Gbit/s, also mehreren tausend Mbit/s. Die Landesregierung hat ein Glasfaser-Rückgrat verlegen lassen, das bereits durch die Haupttäler verläuft. Von dort verlaufen weitere Stränge in die verschiedenen Täler. Im Burggrafenamt bedeutet dies in erster Linie, die beiden großen Seitentäler an das Glasfaser-Rückgrat anzubinden. Dann werden Rathäuser, Gesundheitseinrichtungen und Schulen, Bezirksbüros, Katasterämter und Zivilschutzeinrichtungen, Kulturhäuser, Bibliotheken und Umsetzerstationen vernetzt."Die Arbeiten für die Anbindung der Passeirer Gemeinden laufen bereits", erklärt Landesrat Florian Mussner. Seit Anfang Juni sind auf dem Radweg von Meran ins Passeier Baumaschinen unterwegs, die einen schmalen Graben ziehen. In diesen Graben werden Leerrohre verlegt, in die Glasfaserstränge eingezogen werden. Bis Ende August/Anfang September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Insgesamt werden rund 1,13 Millionen Euro in die Anbindung des Passeier investiert.Zweites Vorhaben ist die Verlegung der Glasfaserkabel von Lana aus bis St. Walburg in Ulten. "Wir arbeiten derzeit das notwendige Projekt aus und rechnen mit Kosten von rund 2,4 Millionen Euro", so der Landesrat. Seit wenigen Wochen verlegt sind bereits die Leerrohre, die Dorf Tirol mit der künftigen Passeirer Glasfaserstrecke verbinden werden. Diese Arbeiten haben rund 140.000 Euro gekostet, während die geplante Verbindung von Dorf Tirol mit Meran rund 40.000 Euro kosten wird. Auch dafür wird das Projekt laut Mussner bereits ausgearbeitet.