Dienstag, 19. November 2019

Pustertal: Eisenbahnstrecke Bruneck – Lienz mindestens ein Monat zu

Nachdem am Montag bei Mühlbach eine Mure die Trasse versperrt hatte und ein Zug aus den Gleisen sprang, ist die Situation entlang der Pustertaler Bahnlinie weiter angespannt. Bei Oberolang etwa hat ein Erdrutsch die Gleise unterspült und freigelegt. Die gesamte Pustertaler Bahnlinie ist derzeit gesperrt, das Pustertal wird ab Bruneck wohl über einem Monat über die Schiene nicht erreichbar sein, so Joachim Dejaco, Direktor der Südtiroler Transportstrukturen AG, gegenüber STOL.

In Oberolang wurden die Gleise massiv unterspült.
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In Oberolang wurden die Gleise massiv unterspült. - Foto: © FFW Oberolang

Auch die Strecke Bruneck-Franzensfeste bleibt vorerst zu, da der entgleiste Zug bei Mühlbach wegen der Wetterverhältnisse noch nicht abtransportiert werden konnte. Wann dieses Teilstück öffnet, ist derzeit noch nicht klar.

Joachim Dejaco erklärt im Gespräch mit STOL, dass es am Mittwochvormittag ein Treffen geben wird, bei dem die weiteren Schritte und das weitere Vorgehen besprochen wird. Ein prioritäres Thema werde dabei auch der noch besser zu koordinierende Schienenersatzverkehr sein.

Arbeiten laufen auf Hochtouren

„Wir arbeiten auf Hochtouren, können aber derzeit noch nicht genau sagen, wann die Bahnlinie zwischen Bruneck und Lienz wieder freigegeben wird“, betont auch Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

„Wegen der Sperre der Pustertalbahn nach dem Erdrutsch und der Zugentgleisung zwischen Mühlbach und Kiens war am Dienstag glücklicherweise kein Zug auf dieser Strecke unterwegs“, berichtet Alfreider. „Ein Schienenersatzdienst ist eingerichtet. Er verbindet Franzensfeste und Innichen. Die Sicherheit der Fahrgäste hat jedenfalls oberste Priorität. Dass niemand verletzt wurde, ist das Wichtigste“, erklärt der Landesrat.

In den nächsten Stunden kommen die Fahrplantechniker zusammen, um die Fahrzeiten der Busse im Pustertal im Zusammenhang mit der Straßensituation neu festzulegen.



„Die Bedingungen sind schwierig, aber die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den zuständigen Ämtern arbeiten intensiv, um den Schienenersatzdienst möglichst effizient zu organisieren“, informiert Alfreider. Die Busse fahren derzeit sowohl in Innichen als auch in Franzensfeste stündlich zu Minute 50 ab.

Im Oberen Pustertal ist mit einer Sperrung der Eisenbahnstrecke von mindestens einem Monat zu rechnen. Die in Mühlbach entgleiste Zuggarnitur konnte heute nicht abtransportiert werden, da es die Wetter- und Lagebedingungen nicht zuließen. Erst nach dem Abtransport und einer Überprüfung der Bahnlinie können laut Alfreider genauere Angaben gemacht werden.

Pustertaler Staatsstraße

Was die Einbahnregelung der Pustertaler Staatsstraße am Kniepass betrifft, rechnet Mobilitätslandesrat Alfreider nach Besprechung mit den Technikern und Straßenwärtern mit einer zweispurigen Öffnung der Straße noch am morgigen Mittwochvormittag. „Sicherheit geht immer vor, und wir setzen alles daran, die Straße, baldmöglichst zu öffnen, damit das Pustertal zumindest auf der Straße besser erreichbar ist“, unterstreicht Alfreider.

„Die aktuelle Unwetterlage hat gezeigt, wie effizient und flächendeckend der Landesstraßendienst aufgestellt ist. Bei solch schwierigen Bedingungen den Gesamtüberblick über Südtirols Straßen zu behalten, ist schwierig. Deshalb ist es eine große Leistung, schnell und gezielt überall vor Ort zu sein, um bei Steinschlägen oder umfallenden Bäumen Räumungsarbeiten durchzuführen“, lobt Alfreider die rund 500 Mitarbeiter des Straßendiensts, die seit sechs Tagen mit über 250 Maschinen und Fahrzeugen im Dauerseinsatz sind.

Die kürzlich beschlossene Modernisierung der Flotte des Straßendienstes sei ein wichtiger Schritt für ein effizientes und sicheres Arbeiten auch in Zukunft, so Alfreider.

Brennerbahnlinie und Vinschger Bahn

Die Brennerbahnlinie und die Vinschger Bahnlinie hingegen sind derzeit uneingeschränkt offen.

Hier sehen Sie weitere wichtige Informationen zur Verkehrsinformation.

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