Montag, 26. September 2016

Gleitschirmpilot kracht in Langkofelgruppe

Rettungseinsatz in der Langkofelgruppe: Ein 18-jähriger Slowene war am Sonntagnachmittag mit seinem Gleitschirm unterwegs und kreiste wie viele andere Piloten in den Thermiken der Langkofelgruppe. In der Nähe der Grohmannspitze geriet er in Schwierigkeiten und krachte, trotz Rettungsschirm, auf der Höhe der vierten Seillänge der Dimai-Route in die Wand.

Ein schwerer Unfall, ein schwieriger Rettungseinsatz, ein glückliches Ende: Der Absturz des Gleitschirmpiloten an der Langkofelgruppe endet ohne Verletzte. - Foto: Aiut Alpin Dolomites
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Ein schwerer Unfall, ein schwieriger Rettungseinsatz, ein glückliches Ende: Der Absturz des Gleitschirmpiloten an der Langkofelgruppe endet ohne Verletzte. - Foto: Aiut Alpin Dolomites

Der Gleitschirm verhedderte sich in den Felsspitzen der Wand und verhinderte somit, dass der Pilot in die Tiefe stürzte. Sofort alarmierten andere Piloten die Landesnotrufzentrale.

Heikle Rettungsaktion

Wenige Minuten später war der Rettungshubschrauber des Aiut Alpin Dolomites vor Ort. Doch weil das Risiko bestand, dass sich der Gleitschirm durch die Luft, die die Rotoren des Helikopters aufwirbeln, füllen könnte, war es dem Aiut Alpin nicht möglich, das Rettungsteam zum Verunglückten abzuseilen.

„Der Pilot hat mich also am Einstieg der Dimai-Route abgesetzt. Dann ist der Hubschrauber nach Canazei geflogen, um dort zwei weitere Bergretter zu holen", berichtet Christian Denicolò, Mitglied des Bergrettungsdienstes Gröden.

Nach 2 Stunden aus Wand geborgen

Gemeinsam mit den Kollegen aus dem Fassatal kletterte der Bergretter zum Verletzten. Dort angekommen, stellten die Retter fest, dass der Gleitschirmpilot wie durch ein Wunder unverletzt geblieben war.

Die Bergretter sicherten den 18-Jährigen, schnitten dann die Seile des Gleitschirms ab. „Der Einsatz war sehr kompliziert. Letztendlich konnten wir den Verunglückten mit zwei Fix-Tau von 30 Metern aus der Wand holen und in Sicherheit bringen“, berichtet Denicolò weiter. Und fügt an: „Es ist unglaublich, was für ein Glück im Unglück der Slowene hatte. Der Absturz hätte fatale Folgen haben können."

Im Einsatz standen auch die Carabinieri, die den Unfallhergang ermitteln. Die Ursache für den Unfall ist derzeit noch nicht geklärt.

stol

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