Freitag, 23. Juli 2021

Glockenläuten für deutsche Flutopfer und Sorge vor Regen

Im Gedenken an die vielen Opfer der Flutkatastrophe läuten am Freitag um 18 Uhr deutschlandweit in vielen Kirchen die Glocken. Die evangelischen Landeskirchen haben gemeinsam mit katholischen Bistümern zum Geläut mit anschließender Andacht aufgerufen. Die Zahl der Toten war bis Donnerstag auf 175 gestiegen, weitere Menschen sind noch vermisst.

Prognosen sagen wieder Gewitter voraus.
Prognosen sagen wieder Gewitter voraus. - Foto: © APA/dpa / Thomas Frey
Nach wie vor sind die Aufräum- und Rettungsmaßnahmen gut eine Woche nach Beginn der Hochwasserkatastrophe in vollem Gange. Doch die Menschen in den betroffenen westdeutschen Gebieten blicken bereits mit Sorge auf die Wetteraussichten für das Wochenende.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete damit, dass sich am Samstag in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen schauerartige oder gewittrige Regenfälle ausbreiten könnten. Lokal herrsche Unwettergefahr. Schwere Schauer und Gewitter könnten am Wochenende auch in Teilen Bayerns erneut zu starken Regenfällen führen.

Weltweit haben unter den Naturkatastrophen Dürren und Stürme in den vergangenen 50 Jahren die meisten Menschenleben gefordert, geht aus einer am Freitag veröffentlichten Analyse der Weltwetterorganisation (WMO) hervor. Durch Dürren kamen rund 650.000 Menschen ums Leben, durch Stürme rund 580.000. Überschwemmungen und extreme Temperaturen lagen weit dahinter, mit jeweils unter 60.000 Toten.

Gemessen an Sachschäden waren Stürme weltweit die folgenreichsten Naturkatastrophen mit Verlusten von umgerechnet gut 440 Milliarden Euro. Dahinter lagen Überschwemmungen mit Schäden im Umfang von knapp 100 Milliarden Euro. Der Klimawandel verschärfe die Situation, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. Beispiele seien etwa die extremen Temperaturen jüngst in Nordamerika ebenso wie die verheerenden Überschwemmungen in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, der Schweiz und Österreich, wurde betont.

apa