Sonntag, 22. September 2019

Glück im Unglück: Absturz am Hoachwool

Großes Glück hatte am Sonntag ein Meraner am Klettersteig Hoachwool bei Naturns.

Der Mann wurde vom Rettungshubschrauber Pelikan 1 geborgen und ins Krankenhaus von Meran geflogen. - Foto: Bergrettung Meran
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Der Mann wurde vom Rettungshubschrauber Pelikan 1 geborgen und ins Krankenhaus von Meran geflogen. - Foto: Bergrettung Meran

Immer wieder müssen die Bergretter zum Klettersteig Hoachwool ausrücken. Vor allem Touristen unterschätzen im Sommer den schwierigen Steig und müssen gerettet werden, weil sie auch bei hohen Temperaturen zu wenig Wasser mitnehmen und oft nicht mehr weiterkommen.

Es kann aber auch zu Abstürzen kommen, wie am heutigen Sonntag: Ein Meraner war auf dem Hoachwool unterwegs, als er gegen 13 Uhr kurz nach dem „Bankl“ auf der Hälfte des Steigs aus nicht bekannten Gründen plötzlich abstürzte.

Lebensrettender Halt im Buschwerk

Glücklicherweise konnte er sich nach 5 oder 6 Metern im Buschwerk festhalten. „Ein weiterer Absturz wäre fatal gewesen, er wäre nämlich bis zum Wandfuß abgestürzt, was einige hundert Meter sind“, beschreibt die Bergrettung Meran in einer Aussendung.

Bei dem Sturz zog sich der Kletterer mehrere Abschürfungen sowie eine schmerzhafte Verletzung am linken Knöchel zu. Er schleppte sich zurück zum „Bankl“ und setzte dort den Notruf ab.

Die Bergrettung Meran wurde von der Landesnotrufzentrale informiert, die sich unverzüglich telefonisch mit dem Verunfallten in Kontakt setzte.

Der Mann gab an, er könne noch absteigen und werde auf die Bergrettung warten. Diese rückte aus und stieg zum Verunfallten auf. Nach der Erstversorgung wurde schnell klar, dass ein Weitergehen oder gar ein Abstieg mit dieser Knöchelverletzung nicht möglich war.

Aus diesem Grund wurde der Rettungshubschrauber Pelikan 1 angefordert, der den Verletzten im Schwebeflug aufnahm und ins Krankenhaus von Meran flog. Die Bergrettung Meran war ungefähr 2 Stunden im Einsatz.

stol/liz

stol