Wurden 2023 noch 917 Mio. Euro fürs Glücksspiel ausgegeben, waren es 2024 schon 1,002 Mrd. Euro, im vorigen Jahr stieg die Gesamtsumme um weitere 60 Mio. Euro an. <BR /><BR />Zum Vergleich: Die Trentiner gaben im Vorjahr „nur“ 877 Mio. Euro für Lotto & Co. aus. Vergleicht man die Vorlieben der Bürger aus den beiden Ländern, sticht sofort ins Auge, dass die Südtiroler eine größere Schwäche für die Videolotterie zu haben scheinen: Im Jahr 2025 gaben sie für diese Art von Glücksspiel 244 Mio. Euro aus, die Trentiner nur etwa die Hälfte (134 Mio. Euro). <BR /><BR />Grundsätzlich scheinen all jene Glücksspiele, die online gespielt werden können, am beliebtesten zu sein. Ganze 454 Mio. Euro haben die Südtiroler im Vorjahr bei Online-Geschicklichkeitsspielen „verbraten“. Viele der sogenannten Skill Games fordern die Reaktionszeit und Ausdauer der Spieler, andere sind die digitalen Umsetzungen bekannter Klassiker wie Karten-, Brett- oder Quizspiele. Man zahlt eine Startgebühr und spielt dann direkt gegen andere Spieler um Geld. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1339596_image" /></div> <BR /><BR />Dr. Martin Fronthaler, Leiter des Therapiezentrums Bad Bachgart, weiß, warum Online-Glücksspiel immer beliebter wird. „Es ist immer und überall verfügbar, ist relativ einfach und unproblematisch. Somit erfüllt das Online-Glücksspiel alle Kriterien des Abschaltens. Mehrere Sinne sind involviert, selbst das Tippen und Switchen hat einen entspannenden Effekt, und Automatismus ist nun einmal prägsamer als Komplexität.“ Zudem seien diese Spiele hoch attraktiv in der Machart, und der Spieler erliege der Illusion, dass „es eh nur um kleine Beträge geht.“ Doch je mehr man spielt, desto mehr geht es natürlich auch ins Geld. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1339602_image" /></div> <BR /><BR />Auf Platz drei in der Beliebtheitsskala rangieren in Südtirol die Rubbellose, stolze 124 Mio. Euro wurden dafür im Jahr 2025 ausgegeben. Natürlich haben die Südtiroler bei den verschiedenen Glücksspielen auch Gewinne eingefahren – im Vorjahr insgesamt 924 Mio. Euro. Aber: Die Gewinne liegen in allen Bereichen unter den ausgegebenen Summen – und es gibt keine Garantie, dass gerade jene am meisten zurückgewinnen, die am häufigsten spielen und dafür sehr viel Geld liegen lassen. <BR /><BR />Nur zwei Beispiele: Insgesamt haben die Südtiroler im Vorjahr 59 Millionen Euro an Slot Machines verfüttert. Der Gesamtgewinn aus diesem Glücksspiel betrug aber nur 38,5 Mio. Euro. Beim Superenalotto war die Diskrepanz zwischen ausgegebener Gesamtsumme und Gewinn noch krasser: Zehn Mio. Euro gaben die Südtiroler dafür aus, der Gesamtgewinn betrug nur fünf Mio. Euro.