Donnerstag, 26. September 2019

Glücksspiel in Südtirol: Hier gibt es Hilfe

In Summe wurden 2018 in ganz Südtirol mehr als 700 Millionen Euro für die verschiedenen Arten von Glücksspiel ausgegeben, das sind fast unfassbare 2 Millionen Euro am Tag. Um dem entgegenzuwirken, gibt es das Netzwerk Spielsucht, wo Hilfe für Spielsüchtige angeboten wird.

Nicht nur Spielautomaten, auch Rubbellose zählen zum Glücksspiel.
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Nicht nur Spielautomaten, auch Rubbellose zählen zum Glücksspiel. - Foto: © D

Das Netzwerk Spielsucht setzt sich aus verschiedenen öffentlichen und privaten Einrichtungen zusammen.

Dazu gehören die Dienste für Abhängigkeitserkrankungen des Sanitätsbetriebs, das Forum Prävention, das therapeutisches Zentrum Bad Bachgart, der Verein Hands, die Psychosoziale Beratungstelle und die Schuldnerberatungstelle der Caritas. Diese Strukturen befassen sich mit Prävention, Therapie und Beratung zum Thema Glücksspiel.

Auch wurde eine kostenlose und anonyme gebührenfreie Nummer 800 720 762 für Information und Erstberatung für Spieler, Familien und Verwandte aktiviert. 

Zwei Websites wurden in den vergangenen Jahren eingerichtet: www.re-start.it und www.aktion-spielsucht.it. Auf diesen kann man sich über das Thema und die Hilfseinrichtungen, an die man sich wenden kann, informieren. 

„Das Netzwerk Spielsucht bemüht sich kontinuierlich, die unterschiedlichen Zielgruppen in der Bevölkerung über die Risiken des Glücksspiels zu informieren und zu sensibilisieren“, erklärt Peter Koler vom Forum Prävention.

Dazu wurden Informations- und Präventionskampagnen gestartet. Diese wurden begleitet von Tagungen, interaktiven Ausstellungen für Schüler, Eltern und Interessierte, Informationsabenden für Interessierte, Informationsflyern in verschiedenen Sprachen, Gadgets für Freizeitinitiativen, Lesezeichen und Handtaschen für Bibliotheken mit speziellen Slogans. 

Über Radiospots wurden Botschaften und Slogans lanciert, um das Bewusstsein für das Thema zu schärfen. Außerdem wurden verschiedene Online-Kampagnen aktiviert.

Und auch auf gesetzgeberischer Ebene wurden Verordnungen erlassen, um dem Phänomen entgegenzuwirken. „Dabei sei die Anwendung des Gesetzes erwähnt, das die Entfernung von Spielsälen zu ‚sensiblen Orten‘ auf 300 Meter festlegt, um den Kontakt und die unmittelbare Nähe von Glücksspielen zu ‚sensiblen‘ Bevölkerungsgruppen, einschließlich der problematischen Spieler selbst, zu verhindern“, so Koler abschließend.

stol

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