Montag, 26. Oktober 2020

Gottesdienste finden weiter statt

Gottesdienste dürfen in Südtirol und in ganz Italien weiter gefeiert werden – natürlich gelten auch hier weiter strenge Regeln, um das Risiko einer Ansteckung mit Sars-Cov2 auf ein Minimum zu reduzieren. STOL hat mit Paolo Ferrari, Amtsleiter des Amtes für Medien und Kommunikation der Diözese Bozen-Brixen, über die gleichbleibend geltenden Maßnahmen gesprochen.

Der Abstand von einem Meter zwischen den einzelnen Gläubigen muss während des Gottesdienstes gewahrt bleiben, Maske ist Pflicht.
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Der Abstand von einem Meter zwischen den einzelnen Gläubigen muss während des Gottesdienstes gewahrt bleiben, Maske ist Pflicht. - Foto: © shutterstock
Am Wochenende gab es bei einigen Lesern Verwirrung, weil in Hinblick auf das neue Dekret von Ministerpräsident Giuseppe Conte über ein Verbot von Messen berichtet worden war. Dabei waren aber die wirtschaftlichen Messen (fiere) gemeint und nicht Gottesdienste.

Wie Paolo Ferrari gegenüber STOL betont, finden Gottesdienste in ganz Italien weiterhin statt, die Anti-Corona-Maßnahmen bleiben für die kirchlichen Feiern, die seit der Zeit nach dem Lockdown im Mai gültig sind, unverändert in Kraft. Dies wurde auch von der italienischen Bischofskonferenz bestätigt.

Besonders in Hinblick auf das Totengedenken an Allerheiligen und Allerseelen wird noch einmal auf die zu beachtenden Regeln hingewiesen.

Maskenpflicht

Alle, die ein Gotteshaus betreten, um an einem Gottesdienst teilzunehmen, müssen Mundschutzmasken tragen und zwar für die gesamte Dauer des Gottesdienstes. Die Personen sollen an ihrem Platz bleiben(außer, wenn sie zur Kommunion gehen). Der Sicherheitsabstand von einem Meter muss während der Feier eingehalten werden.

Bei den Kircheneingängen steht den Gläubigen Desinfektionsmittel zur Verfügung.


Ein – und Ausgang

Die Gläubigen haben die Kirchen einzeln zu betreten um jegliche
Menschenansammlung, sei es in der Kirche selbst, als auch in anliegenden
Räumen, wie etwa der Sakristei zu vermeiden.Beim Betreten der Kirche ist der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Es kann überlegt werden, einige Kirchentüren nur als Eingang, andere nur als Ausgang zu definieren. Auf jeden Fall sollen vor und nach dem Gottesdienst die Kirchentüren offen sein, damit die Gläubigen den Kirchenraum zügig betreten sowie verlassen können und nicht die Türklinken berühren müssen.

Der gesetzliche Vertreter der Pfarrei legt die Höchstanzahl an Gläubigen fest, die in der Kirche Platz haben, damit der von den Bestimmungen vorgeschriebene Mindestsicherheitsabstand eingehalten wird, welcher in alle Richtungen mindestens einen Meter betragen muss.

Chöre erlaubt

An den Gottesdiensten dürfen Organisten mitwirken, aber auch Chöre und Kantortengruppen unter der Bedingung, dass die einzelnen Sänger einen stabilen Sicherheitsabstand von seitlich mindestens einem Meter, zwischen den Reihen und zu anderen anwesenden Personen von mindestens 2 Meter einhalten. Der Verband der Kirchenmusik Südtirol hat zum Musizieren und Singen eine Zusammenfassung erstellt und gibt weiterführende Empfehlungen.


Kommunion und Friedensgruß

Vor dem Austeilen der Kommunion sollen der Geistliche und die Kommunionhelferin bzw. der Kommunionhelfer ihre Hände desinfizieren oder Einweghandschuhe anziehen. Ebenso sollen sie beim
Kommunionausteilen einen Mundschutzmaske tragen. Sie sollen zu
den Gläubigen einen angemessenen Sicherheitsabstand halten und die Kommunion so reichen, dass sie dabei nicht die Hände der Gläubigen berühren.

Die Gläubigen sollen beim Kommunionempfang den Abstand einhalten. Beim Friedensgruß ist jeder Körperkontakt zu vermeiden.

Die Weihwasserbecken werden weiterhin nicht aufgefüllt.

Bei kirchlichen Feiern ändert sich also im Moment nichts, die Landesregierung hat am Sonntag allerdings in vielen anderen Bereichen strengere Maßnahmen erlassen, die seit Mitternacht in Kraft sind.

vs