Knapp 50 Millionen Euro über Fahrscheine und Abos hat das Land im Jahr 2024 aus dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eingenommen – bei 45,8 Millionen Entwertungen. Rund 16 Millionen Euro stammen dabei vom Guest Pass. Die jährlichen Kosten bewegen sich laut Landesrat Daniel Alfreider bei rund 250 Millionen Euro. <BR /><BR />Aktuell, so Alfreider, stehen dem Einnahmen von rund 55 Millionen Euro gegenüber. „Damit bewegen wir uns unter dem, was die Europäische Union als Vorgabe für die Einnahmen macht. Auch deshalb, weil unsere Tarife relativ günstig sind, die günstigsten im ganzen Alpenraum bezogen auf die Qualität der Dienste“, erklärt Alfreider.<BR /><BR />In einer Antwort auf eine Anfrage des Freien Landtagsabgeordneten Andreas Leiter Reber zu den ÖPNV-Einnahmen des Landes schlüsselt er die Einnahmen für 2024 nach den verschiedenen Verkehrsmitteln und Ticketarten auf. So setzen sich die knapp 50 Millionen Euro an Gesamteinnahmen von 2024 aus Einnahmen der STA (44,6 Millionen Euro) und zu weiteren 6,4 Millionen aus direkten Einnahmen von Trenitalia und SAD zusammen. Abgezogen werden müssen davon rund 1,6 Millionen Euro für Einnahmen, die nicht in die Zuständigkeit des Landes fallen, etwa für Auslandstickets der ÖBB oder DB. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1299186_image" /></div> <BR /><BR />Eine weitere Aufschlüsselung der STA-Einnahmen von 44,6 Millionen Euro zeigt: Rund neun Millionen generiert der Zug, 8,5 bringen außerstädtische Buslinien, vier innerstädtische Busfahrten und 2,3 tragen die Seilbahnen bei. Insgesamt stammen so aus „direkten Verbräuchen“ (über die STA) rund 24 Millionen Euro. Hinzu kommen rund 16 Millionen Euro aus dem Guest Pass (neue Bestimmungen ab 1. Mai 2024). Die restlichen Millionen stammen aus Einnahmen etwa für Duplikate oder Abo-Jahresgebühren.<BR /><BR />Interessant sind auch die Daten der Entwertungen von 2024: 45,8 Millionen laut Alfreider, wovon der Großteil auf Busfahrten zurückgeht (34,5 Millionen). Aufgesplittet nach inner- und außerstädtisch sind es 13,5 und 21 Millionen. Dazu kommen 9,4 Millionen Entwertungen in Zügen und 1,8 Millionen für Seilbahnen. Rechnet man Einnahmen und Entwertungen quer, kommt man auf einen – theoretischen – Wert von rund einem Euro pro Entwertung. <BR /><BR />„Dies“, findet Leiter Reber, „steht in keinem guten Verhältnis zum Aufwand für Infrastruktur und Verwaltung der einzeln entwerteten Fahrten bzw. verschiedenen Abos.“ Bei Einnahmen von – Gästepass ausgeklammert – 34 Millionen Euro im Jahr „bleibt nach Abzug der Kosten für den Aufwand kaum ein Gewinn. Ein Grund mehr, die Öffis für alle Südtiroler gratis zu machen – oder zumindest ein Abo zu einem niedrigen Preis anzubieten. Das würde unserem Land gut stehen, wäre eine tolle Maßnahme für die Südtiroler und sollte bei einem Landeshaushalt von zehn Milliarden drin sein.“