Der Verein „adlatus“, der sich in Bietergemeinschaft mit „Easy Mobil“ an der Ausschreibung beteiligt hat, verlangte bereits Akteneinsicht. „Wir haben gravierende Fehler in der Preisgestaltung festgestellt“, berichtete Stampfl bei der Jahresversammlung in Nals. „Wir werden Rekurs einlegen.“ Die Trentiner Firma Alpin Bus (mit Unterlandler Bezug) habe die Ausschreibung für den Fahrdienst für Schüler mit Beeinträchtigung, der 59 Prozent des Fahrdienstes von „adlatus“ ausmache, mit einem Abschlag von 35 Prozent auf den Landespreis gewonnen – für 4 Jahre, mit der Option, den Auftrag um ein Jahr zu verlängern. <BR /><BR /><embed id="dtext86-64415887_quote" /><BR /><BR />„Wir können auf einen gut funktionierenden Fahrdienst zurückblicken“, sagte Stampfl. „Wir haben viele Komplimente bekommen – von zufriedenen Eltern und gut betreuten Schülern.“ Er bezweifle, dass eine Firma, die einen so hohen Abschlag gemacht habe, einen Dienst bieten könne, „den sich unsere Kunden erwarten und auch verdienen“. Der Landesvorsitzende erinnerte daran, dass es bereits Interventionen auf politischer Ebene gegeben habe, auch bei Landeshauptmann Arno Kompatscher. Bis jetzt habe man damit aber keinen Erfolg gehabt, obwohl nicht nur „adlatus“, sondern auch das Land in einem Dilemma stecke. <BR /><BR />„Ab 29. April dürfen wir nicht mehr fahren: Das Land hat uns angeboten, den Dienst für maximal 3 Wochen direkt an uns zu vergeben“, erklärte Stampfl. „Ich bin aber der Meinung, dass wir nicht Steigbügelhalter eines Unternehmens sein sollen, das einen so hohen Abschlag gemacht hat und dann nicht pünktlich mit dem Dienst starten kann.“ Alpin Bus habe nämlich weder die Fahrzeuge noch die Fahrer. „Und unsere Fahrer wollen bei uns bleiben“, freute sich Stampfl. Das spreche für den guten Umgang von „adlatus“ und „Easy Mobil“ mit den Fahrern.<BR /><BR />In Richtung Land betonte Stampfl: „Weder auf einen guten Service noch auf eine ehrenamtliche Organisation ist bei dieser Ausschreibung Rücksicht genommen worden. Das ist frustrierend und traurig.“ Auch Tundo habe damals das Blaue vom Himmel versprochen und nichts eingehalten. Solidarisch mit „adlatus“ zeigte sich am Samstagnachmittag Wolfgang Obexer, Präsident des Dachverbandes für Soziales und Gesundheit. <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />