Freitag, 17. April 2020

Greifvogel Max fliegt in den Kurzurlaub an den Gardasee

Frei wie ein Vogel müsste man sein: Greifvogel Max hat den Frühjahrsputz in den Volieren des Hotels Panorama in Schenna für einen Kurztrip an den Gardasee genutzt.

Greifvogel Max aus Schenna hat sich einen Kurztrip an den Gardasee gegönnt.
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Greifvogel Max aus Schenna hat sich einen Kurztrip an den Gardasee gegönnt. - Foto: © Mathias Pircher
Einmal im Jahr steht in den Volieren des Hotels Panorama in Schenna der Frühjahrsputz an. So auch vergangene Woche.

Die Vögel halten sich währenddessen stets im Freien auf. Es ist jedes Mal ein wahres Schauspiel, wenn sich die anmutigen Gleiter bei strahlendem Sonnenschein und gewaltiger Thermik hoch in den Himmel schrauben.

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„Seit 10 Jahren ist auch unser schwarzer Milan namens Max mit von der Partie“, erzählt Hotelier Mathias Pircher . „Und er macht in der Saison fast täglich seine Ausflüge – und kommt immer wieder zurück.“

Nach 2 Tage klingelte das Telefon

Doch diesmal kam es anders. Als Max auch nach mehreren Stunden noch nicht zu sehen war, fing die Familie Pircher an, sich Sorgen zu machen: „Wir wussten nicht, wo der Vogel war, denn er hat keinen Peilsender an“, erklärt Mathias Pircher.

2 Tage lang herrschte Ungewissheit, doch dann klingelte das Telefon. Überraschung! Am anderen Ende meldete sich die Greifvogelexpertin Michela Padovani aus Lazise am Gardasee: „Ihr vermisst nicht zufällig einen Vogel?“


Der schwarze Milan hatte am Himmel über Lazise seine langen Kreise gezogen, unter anderem – welch ein Zufall – auch über dem Quellenhof Luxury Resort Lazise des Passeirer Hoteliers Heinrich Dorfer .

Natürlich fiel dieser große Vogel auf und sorgte für ein wenig Abwechslung und Spannung bei den Bewohnern der Stadt, die durch die Ausgangsbeschränkung von den Balkonen aus den Greifvogel beobachteten.

Die Vogelexperten vom „Progetto Natura Verona Lago“ holten Max schließlich professionell vom Himmel und konnten ihn anhand der Ringnummer identifizieren.

Ausgangsbeschränkungen erschwerten Rückholung

Ein Problem stellte allerdings die Ausgangsbeschränkung dar. „Die Polizei in Meran verstand die Situation, konnte aber nichts machen“, erzählt der Schenner Hotelier. „Für sie wäre der Fall eines ausgebüxten Vogels vielleicht noch eine Ausnahmesituation, jedoch könnten sie das nicht für andere Behörden garantieren.“

Der nächste Anruf ging also an Heinrich Dorfer. „Mathias, es tut mir leid, aber ich kann deinen Vogel nicht einchecken, das Hotel ist geschlossen“, scherzte dieser am Telefon und bot umgehend seine Hilfe an.

Der Quellenhof-Chef war bereit, nach Lazise zu fahren und den Vogel zu holen. „Ein großes Dankeschön an Heinrich, dass er sich für solche ,Kleinigkeiten' die Zeit nehmen würde“, bedankt sich Pircher.

Am Ende machte sich aber Willi Campei vom Pflegezentrum für Vogelfauna Gufyland in Dorf Tirol auf den Weg und sorgte aufgrund der leeren Autobahn in kürzester Zeit für ein Happy End. Max ist nun – nach seinem Ostertrip an den Gardasee – wieder zu Hause in Schenna.

d

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