Samstag, 07. Januar 2017

Grieche erschossen – Witwe wird nach Nordtirol ausgeliefert

Im Fall des Anfang November auf einem Parkplatz an der Eibergstraße bei Söll (Bezirk Kufstein) erschossenen Griechen soll nun auch die Witwe des Opfers aus Deutschland nach Nordtirol ausgeliefert werden. Dies berichtete die „Tiroler Tageszeitung“ in ihrer Samstagsausgabe.

Foto: © APA

„Es besteht der Verdacht auf Mitbestimmung zum Mord als Beitragstäterin“, sagte Staatsanwalt Thomas Willam gegenüber der TT.

Der mutmaßliche Täter war bereits Anfang Dezember von München nach Tirol überstellt worden. Der 28-jährige Grieche war wenige Tage nach der Tat in München festgenommen worden. Er soll das Opfer auf dem Parkplatz erschossen haben.
Alle drei hätten sich gekannt und seien miteinander befreundet gewesen. Ein Motiv für die Tat könnte laut den Ermittlern eine Liebesbeziehung zwischen der Witwe und dem Beschuldigten Griechen sein.

Außerdem soll das Opfer, ein 31-jähriger Grieche, seine Frau möglicherweise misshandelt haben. Den Kriminalisten zufolge könnte der Verdächtige die Tat auch verübt haben, um die Frau des Opfers zu befreien.

Ein Lkw-Lenker hatte die Leiche am 7. November gegen 8.00 Uhr am Parkplatz „Steinerne Stiege“ hinter einer Leitschiene entdeckt. Der 31-Jährige dürfte in unmittelbarer Nähe des Auffindungsorts erschossen worden sein. Die Polizei hatte mehrere Patronenhülsen bei der Leiche gefunden. Der Mann war direkt am Abgrund zur Eibergklamm abgelegt worden, Bäume hatten jedoch einen Absturz verhindert.

apa

stol