Freitag, 20. Mai 2016

Griechenland schickt 51 Flüchtlinge per Boot zurück in die Türkei

Griechenland hat erneut eine Gruppe illegal eingereister Flüchtlinge und Migranten zurück in die Türkei geschickt.

Archivbild
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Unter Aufsicht der griechischen Polizei und der europäischen Grenzschutzagentur Frontex hätten zwei Boote mit insgesamt 51 Menschen die Ägäis-Inseln Lesbos und Kos verlassen, teilte das griechische Ministerium für Bürgerschutz am Freitag mit.

Von Lesbos aus verließ ein Boot mit 23 Menschen den Hafen in Richtung der türkischen Küstenstadt Dikili. Unter ihnen waren auch Flüchtlinge und Migranten von der griechischen Insel Chios .

Es handelte sich den Angaben nach hauptsächlich um Männer, lediglich eine Frau und drei Minderjährige seien an Bord gewesen. Die Menschen stammten zum Teil aus dem Irak, aus Afghanistan, Algerien und Marokko. Dabei handelte es sich um Staatsbürger, die in Europa kaum Aussicht auf Asyl gehabt hätten.

Von der Insel Kos aus legte ein Boot mit 28 Männern an Bord Richtung Türkei ab; 17 davon seien aus Bangladesch, neun aus Pakistan und zwei nepalesischer Herkunft.

Die Menschen werden im Rahmen des EU-Türkei-Paktes abgeschoben. Dieser sieht vor, dass alle Flüchtlinge und andere Migranten, die seit dem 20. März illegal nach Griechenland einreisen, in die Türkei zurückgebracht werden können. Ausgenommen sind jene, die nachweisen können, dass sie in der Türkei verfolgt werden.

apa/dpa

stol