Dienstag, 12. Dezember 2017

Gries kämpft weiter gegen den Verkehr

Früh am Morgen des 26. Oktobers versammelten sich Anwohner, Eltern und Umweltfreunde am Grieser Platz, um gegen das tägliche Verkehrschaos zu protestieren. Seither wurde viel diskutiert - konkret passiert ist aber nichts. Deshalb ruft die „Initiativgruppe Gries“ erneut zum Protest auf.

Schon im Oktober zogen die Grieser auf die Straßen. - Foto: DLife
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Schon im Oktober zogen die Grieser auf die Straßen. - Foto: DLife

Die Protestaktion an jenem Donnerstagmorgen im Oktober hatte für viel Aufmerksamkeit gesorgt: Der Verkehr in und durch Gries ist, so die „Initiativgruppe Gries“, nicht mehr tragbar.

„Fast wöchentlich passiert ein Unfall, in den ein Kind verwickelt ist. Zum Glück ist noch nichts Gröberes passiert“, erklärte eine besorgte Mutter, die in der Fagenstraße wohnt, damals ihre Teilnahme am Protest.

Hunderte Menschen versammelten sich am Grieser Platz, um gehört zu werden. Und das wurden sie: Das mediale Echo in Südtirol war groß, Diskussionsrunden sowie eine Podiumsdiskussion in Eppan fanden statt. Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi schlug sogar ein alternierendes Fahrverbot vor.

„Und was ist konkret passiert? Nichts!!“, erzürnt sich am Dienstag die „Initiativgruppe Gries“. 

„Keine Verbesserungen für die Sicherheit der Kinder, Fußgänger und Radfahrer. Die Ampelschaltung in der Vittorio-Veneto-Straße wurde sogar wieder autofreundlicher gestaltet, die Autos haben wieder Vorrang. Die Autokolonnen schlängeln sich weiter Tag für Tag durch Gries und das restliche Bozen. Das Chaos besteht weiterhin. Wie lange müssen wir das noch ertragen?“

Um ihrem Ärger erneut Luft zu machen, wird wieder zum Protest gerufen: „Damit den Verantwortlichen endlich ein Licht aufgeht, protestieren wir diesmal mit Lichtern, Laternen, Stirn- und Taschenlampen am Mittwoch, 13. Dezember um 17.30 Uhr in der Vittorio-Veneto-Straße, vor dem Grieser Hof Platz.“

stol

stol