Montag, 15. März 2021

Gröden: Gerissener Goldschakal entdeckt

Erstmals wurde in Gröden ein gerissener Goldschakal gefunden. Die Bisswunden am Hals deuten auf einen Wolf hin. Erst vor ein paar Tagen wurde neben dem Wolf auch die Existenz des Goldschakals in Gröden offiziell bestätigt. „Unweit der Fundstelle wurden in den vergangenen Tagen Wolfsspuren gefunden“, berichtet Bezirksjagdaufseher Rino Insam.

Beim Goldschakal wurden Bissspuren am Hals festgestellt.
Badge Local
Beim Goldschakal wurden Bissspuren am Hals festgestellt. - Foto: © privat
Bei seinem Morgenspaziergang am Samstag im Pieralongia- Gebiet machte Bruno Runggaldier, Besitzer der Troier-Hütte, den besonderen Fund: Rund 100 Meter neben der Pieralongia-Hütte sah er ein verendetes fuchsartiges Tier, welches er nicht genau zuordnen konnte, es daher fotografierte und das Bild seinem Neffen schickte, der Jäger ist. Dieser identifizierte das Tier als einen Goldschakal und informierte unverzüglich den Bezirksjagdaufseher und gleichzeitig Revierleiter von St. Christina, Rino Insam.

Beim Ortsaugenschein konnten beim Goldschakal Bissspuren am Hals (Träger) entdeckt werden. „Der Zustand des Tieres deutete darauf hin, dass der Todeszeitpunkt nicht mehr als ein paar Tage her ist, da die Kolkraben noch nicht viel davon verspeist haben“, sagt Insam. Alle zuständigen Behörden wurden informiert, das Auffinden dokumentiert. Es handelt sich um das erste Exemplar eines verendeten Goldschakals im Revier. Analysen sollen nun weitere Erkenntnisse bringen.

Es wird davon ausgegangen, dass es sich um einen Wolf handelt, der das Tier gerissen hat. „Einige Tage zuvor wurden in der Umgebung Wolfs-Fährten gemeldet“, sagt Insam. „Erst vor wenigen Tagen haben wir dann die Bestätigung erhalten, dass auch ein Goldschakal unterwegs ist“, sagt Insam.

Laut des Monitorings des Jagdaufsehers Simon Demetz wurden im Revier seit Jänner bereits 11 tote Rehe gezählt. Gefundene Exkremente wurden analysiert: Es handelte sich eindeutig um einen Wolf.

kd

Schlagwörter: