Freitag, 17. Februar 2017

Gröden: Hausärzte sollen sich wieder um Notfälle kümmern

Eine Delegation aus Gröden hat am Freitag Landesrätin Stocker 5405 Unterschriften für die Wiedereinführung des Notarztdienstes übergeben.

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Weit über 5000 Unterschriften haben die Grödner in den vergangenen Monaten gesammelt und ihren Bürgermeistern übergeben. Letztere wurden am Freitag von Landesrätin Stocker empfangen. Selbstverständlich sei es ihr wichtig, dass in entlegenen Ortschaften die notärztliche Versorgung durch Allgemeinmediziner mit Notfall-Ausbildung gewährleistet werde, "aber wir müssen die Rahmenbedingungen dafür erst wieder schaffen", sagte Stocker.

Der Notarztdienst durch Hausärzte wurde am 1. August 2015 eingestellt, zu jenem Zeitpunkt, als der bis dahin geltende Landeszusatzvertrag der Allgemeinmediziner aufgrund der Anfechtung einer Hausärztegewerkschaft gekündigt und in der Folge der gesamtstaatliche Kollektivertrag der Allgemeinmediziner auch in Südtirol angewandt werden musste. Laut diesem darf der Notfalldienst nur von "territorialen Notfallärzten" in Vollzeitbeschäftigung geleistet werden und ist somit mit der Tätigkeit des Hausarztes nicht vereinbar.

Stocker betonte, dass das Gesundheitsressort und die Hausärztegewerkschaften einer Wiederaufnahme des Notarztdienstes durch Hausärzte grundsätzlich positiv gegenüber stünden, die Verhandlungen für den neuen Landeszusatzvertrag seien derzeit jedoch noch im Gange.

stol