Freitag, 20. August 2021

Gröden: Nachtrettung an der Fünffingerspitze

Die Bergretter vom Bergrettungsdienst Gröden mussten in der Nacht auf Freitag zu einem nächtlichen Rettungseinsatz an der Fünffingerspitze ausrücken: Nebel wurde 2 deutschen Bergsteigerinnen zum Verhängnis.

Im dichten Nebel gab es für die beiden Frauen kein Weiterkommen.
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Im dichten Nebel gab es für die beiden Frauen kein Weiterkommen. - Foto: © shutterstock
Zu einem besonderen Bergrettungseinsatz ist es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in der Langkofelgruppe im Gemeindegebiet Wolkenstein gekommen.

2 bundesdeutsche Bergsteigerinnen hatten sich vorgenommen die bekannte Daumenkante am Fünffinger zu besteigen. Alles klappte wie geplant, bis die beiden – Mutter und Tochter - beim Abstieg plötzlich vom Nebel überrascht wurden und die richtige Route nicht mehr finden konnten. Gegen 21.30 Uhr haben die beiden Bergsteigerinnen schließlich die Landesnotrufzentrale alarmiert.

„Eine Nachtrettung mit dem Rettungshubschrauber mussten wir sofort ausschließen, da der Nebel immer dichter wurde und eine Bergung somit unmöglich gewesen wäre. Also musste der Rettungseinsatz auf die klassische Art zu Fuß gestartet werden“, erklärt Christian Denicolò vom Bergrettungsdienst Gröden der den Einsatz koordinierte.



Insgesamt 4 Bergretter sind sofort vom Sellapass Richtung Toni Demetz Hütte zu Fuß aufgestiegen, um dort dann in die eigentliche Route einzusteigen. Nach 3 Seillängen konnten die beiden Bergsteigerinnen gefunden und mit warmen Tee erstversorgt werden. Sie waren zwar verängstigt aber glücklicherweise wohlauf und unverletzt.

Kurz darauf wurden die beiden Frauen Richtung Toni Demetz Hütte abgeseilt. Wegen des dichten Nebels gestaltete sich der Einsatz als schwierig. Anschließend wurden Mutter und Tochter über die Langkofelscharte sicher bis zum Sellapass begleitet. Der Einsatz endete kurz vor 2 Uhr Nachts.

pas/pho

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