Das italienische Staatsfernsehen Rai hatte über die Weihnachtsfeiertage die Idee, über verschiedene Situationen in Gröden zu berichten. Die dafür abgestellten Autoren haben dabei aber reichlich übertrieben und mit zwei Beiträgen weit übers Ziel hinausgeschossen.<BR /><BR />Im ersten wird über „Armut im reichen Gröden“ berichtet. Dabei filmten die Macher jene Senioren, die regelmäßig an einem Wochentag zum gemeinsamen Mittagessen zusammenkommen. <BR />Es ist dies eine Initiative der Vereinigung „Sareinn“ und bezweckt, Menschen über 60 zusammenzurufen. Dabei kommen Leute aus allen Bevölkerungsschichten an den gemeinsamen Tisch, tauschen sich aus und bekommen gegen ein beschiedenes Entgelt ein schmackhaftes Essen. Es handelt sich bei den „Kunden“ allerdings keineswegs um bedürftige Menschen, sondern viele sehen dies als Möglichkeit, zusammenzufinden und etwas zu plaudern. <BR /><BR />Auch das „Essen auf Rädern“ wurde im Bericht als karitative Aktion dargestellt, wobei es sich auch hier um eine Dienstleistung handelt, die gehbehinderten Menschen eine Mahlzeit zu Hause ermöglicht. Egal, ob es sich um wohlhabende oder weniger bemittelte Menschen handelt...<BR /><BR />Doch für die Filmmacher waren dies Beweise für bittere Armut im ach so reichen Tal...<h3> Das überteuerte Tal?</h3>Ein zweiter Beitrag in der Rai beschäftigte sich mit den horrenden Preisen in Gröden. Dabei wurde wohlweislich die weitum teuerste Almhütte anvisiert und sozusagen als Beispiel fürs ganze Tal dargestellt. Die Kommentare dazu waren zynisch, in den Interviews hatte man wohl nur jene Passagen übernommen, die besser zum Konzept des überteuerten Tales passten.<BR /><BR />Natürlich stimmt es, dass mancherorts die Preise absolut in die Höhe geschnellt sind, aber neben dem „Espresso“ um 2,50 Euro gibt es noch Lokale, wo das selbe Kaffeegetränk 1,20 Euro kostet. Dies wird im Bericht der Rai verschwiegen, und so häuft sich bei den Grödnern der Ärger über die Verzerrung von Tatsachen.<BR /><BR />„Warum sind die ach so kompetenten Autoren nicht nach Porto Cervo, Capri, Sanremo oder Venedig gegangen, um dort objektiv zu berichten“, war der Tenor nicht weniger Grödner. Auf solch verfälschende Berichterstattung kann man in Gröden sehr gut verzichten.<BR />