Das Büro von Landesrat Daniel Alfreider verweist auf „bevorstehende Treffen mit der Arbeitsgruppe, um noch etliche Detailfragen zu klären“.<BR /><BR />Der Landesrat selbst hatte in den vergangenen Wochen immer wieder bekräftigt, dass es noch heuer eine Testphase am Grödner Joch geben wird, doch sprach er stets von einem „virtuellen oder digitalen Probelauf“.<h3> Verkehrsbeschränkte Zone – aber nur „virtuell“</h3>Nun dürfte die Testphase am 1. September starten, aber eben anders als allgemein erwartet – und so wie von Landesrat Alfreider angekündigt: Am Grödner Joch wird demnach eine verkehrsbeschränkte Zone eingerichtet, aber nur „virtuell“. Es wird keine physischen Hindernisse geben und auch keine Strafen für all jene, die sich nicht an das Fahrverbot halten.<BR /><BR />Stattdessen wird der Verkehr genau erfasst, und alle Bewegungen werden ausgewertet. Die daraus resultierenden Schlüsse sollen dann in die weiteren Planungen für verkehrsberuhigende Maßnahme auf den Dolomitenpässen einfließen. Landesrat Alfreider (SVP) soll dem Vernehmen nach auf mehr Rechtssicherheit drängen. Er möchte vermeiden, dass gerichtliche Rekurse das Vorhaben zunichte machen.<BR /><BR />Die Liste der zwar erörterten, aber nicht im Detail geklärten Themen scheint nicht kurz zu sein. Es soll unter anderem darum gehen, welche Kategorien zur Durchfahrt berechtigt sind und welche nicht, vor allem aber, welche Begründungen dafür angeführt werden. Es soll aber auch um den Datenschutz gehen. Und angeblich scheint man noch nicht im Klaren zu sein, welche Behörde letztlich die Entscheidung trifft.<h3> Zuletzt hatte es auch Kritik gegeben</h3>Weiters fehlten angeblich die nötigen baulichen und technischen Voraussetzungen. Man müsse die Durchfahrtssperre auf den Straßen sichtbar machen und den Verkehrsteilnehmern die Möglichkeit zum Wenden der Fahrzeuge geben. Eine eigens eingesetzte Arbeitsgruppe hatte sich mit all diesen Fragen über viele Monate hinweg beschäftigt und Lösungen ausgearbeitet, doch scheinen diese den Landesrat nicht vollends überzeugt zu haben.<BR /><BR />Dabei haben sich in der Zwischenzeit alle Gemeinden des Grödner- und des Gadertales für die Sommersperre der Dolomitenpässe ausgesprochen. Die Umwelt- und Alpenvereine hatten die geplanten Maßnahmen ausdrücklich begrüßt.<BR /><BR />Zuletzt hatte es aber auch Kritik gegeben, dass beispielsweise die betroffenen Betriebe entlang der Dolomitenpässe nicht in die Entscheidungsfindung eingebunden gewesen wären. Die Union Generela di Ladins dla Dolomites hatte zudem kritisiert, dass durch die Verkehrssperre der „innerladinische Austausch“ unterminiert werde.<h3> Neue Fragezeichen im Raum</h3>Landesrat Alfreider soll vor allem über die Kommunikation verärgert sein. So seien immer wieder Details durchgesickert, die die Bevölkerung verunsichert und irritiert hätten. In diesen Tagen soll bekannt werden, was ab 1. September am Grödner Joch passiert und vor allem, was für den Sommer 2027 vorgesehen wird.<BR /><BR />Ursprünglich – so hatte es geheißen – sollte das Grödner Joch im September und Oktober nur noch für die Ansässigen einer UNESCO-Gemeinde passierbar sein. Im Sommer 2027 sollten dann für fünf Monate auch das Sella- und Pordoi-Joch sowie der Campolongo-Pass als verkehrsberuhigte Zonen ausgewiesen werden. Jetzt stehen Fragezeichen im Raum.